🗳️ Duell um das Görlitzer Rathaus
📰 In Görlitz zeichnet sich für die Oberbürgermeisterwahl am 10. Mai 2026 ein klares Duell ab: Der AfD-Politiker Sebastian Wippel tritt erneut gegen den Amtsinhaber Octavian Ursu von der CDU an. Für den Fall einer Stichwahl ist der 31. Mai 2026 vorgesehen. Wippel wurde am Vorabend der Veröffentlichung des Berichts offiziell nominiert.
🧭 Hintergrund und Einordnung
🏛️ Die Amtszeit des Görlitzer Oberbürgermeisters beträgt sieben Jahre; 2026 steht turnusgemäß die Neuwahl an. Bereits 2019 standen sich Ursu und Wippel in der Stichwahl gegenüber; seither prägt die Auseinandersetzung zwischen bürgerlichem Lager und AfD die kommunalpolitische Debatte in der Neißestadt.
👥 Kandidatenfeld und Nominierungen
📊 Die AfD hat Sebastian Wippel mit deutlicher Mehrheit ihrer Mitglieder nominiert: 92 Prozent der anwesenden Stimmberechtigten gaben ihm ihr Votum. Wippel war schon vor sieben Jahren Herausforderer von Octavian Ursu.
🧾 Auch ein unabhängiger Bewerber, der 36‑jährige frühere Casinobetreiber Stefan Menzel, kündigte seine Kandidatur an. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel; seinen Lebensmittelpunkt hat er nach eigenen Angaben in Zgorzelec und Breslau. Als Einzelbewerber benötigt Menzel mindestens 160 Unterstützerunterschriften.
📅 Rahmen und Fristen
🕒 Wahlvorschläge können seit dem 20. Januar 2026 bis zum 5. März 2026 um 18:00 Uhr schriftlich eingereicht werden. Der Wahltermin ist der 10. Mai 2026; für den Fall einer Stichwahl ist der 31. Mai 2026 festgelegt. Diese Rahmendaten schafft die Stadt, um einen geordneten und transparenten Ablauf zu gewährleisten.
🧩 Themen und Bedeutung
🧱 Görlitz steht vor einer Richtungsentscheidung, die über Personalfragen hinausgeht. Gefragt sind belastbare Konzepte für solide Finanzen, öffentliche Sicherheit und eine pragmatische Stadtentwicklung im deutsch‑polnischen Kontext. Mit der klaren Nominierung Wippels und der erneuten Kandidatur Ursus erhalten die Wähler eine eindeutige Auswahl – eine gute Voraussetzung für einen sachorientierten Wahlkampf, an dessen Ende ein stark legitimiertes Stadtoberhaupt stehen sollte.
🗨️ Kommentar der Redaktion
🧭 Görlitz braucht Verlässlichkeit, Ordnung und haushaltspolitische Disziplin. Ideologische Experimente verbieten sich, wenn Sicherheit, Finanzen und die grenzüberschreitende Alltagstauglichkeit auf dem Spiel stehen. Wer antreten will, muss belastbare und durchfinanzierte Konzepte vorlegen statt wohlklingender Versprechen. Maßstab sollte die Stärkung von Sicherheit, wirtschaftlicher Vernunft und planvoller Stadtentwicklung sein. Die klare Zweierkonstellation ist Chance und Pflicht zugleich: Jetzt zählen Ergebnisse, nicht Schlagworte.
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