🚓 Kurioser Notruf löst Einsatz aus In Ostsachsen hat am Freitagabend ein ungewöhnlicher Anruf bei der Polizei eine Verfolgungsfahrt ausgelöst. Eine 24-jährige Autofahrerin meldete einen vermeintlich betrunkenen Wagen vor ihr; das angegebene Kennzeichen gehörte jedoch zu ihrem eigenen Fahrzeug.
🔎 Verwechslung des Kennzeichens Die Anruferin nannte ein Kennzeichen, das sich später als ihr eigenes herausstellte. Die Polizei leitete daraufhin Maßnahmen ein, um das gemeldete Fahrzeug zu überprüfen.
🚨 Flucht vor Polizeistreife Eine Streife des Polizeireviers Kamenz wollte das Fahrzeug stoppen. Statt anzuhalten, beschleunigte die Fahrerin deutlich und fuhr in Richtung Autobahn A4; an der Anschlussstelle Pulsnitz endete die Flucht.
🍷 Atemalkoholtest und erste Konsequenzen Die Beamten stellten eine Atemalkoholkonzentration von rund 1,08 Promille fest. Der Führerschein wurde sichergestellt, und die Polizei leitete Ermittlungen ein; Angaben zu Verletzten oder Sachschäden lagen zunächst nicht vor.
⚖️ Rechtlicher Rahmen In Deutschland gilt die 0,5-Promillegrenze als Ordnungswidrigkeit. Ab 1,1 Promille nimmt die Rechtsprechung absolute Fahruntüchtigkeit an und es liegt regelmäßig eine Straftat vor; bereits ab 0,3 Promille kann bei deutlichen Ausfallerscheinungen eine strafbare relative Fahruntüchtigkeit vorliegen. Welche Konsequenzen im Einzelfall drohen, hängt von den konkreten Feststellungen ab.
🚧 Gefahrenlage im Straßenverkehr Der Vorfall verdeutlicht die Risiken von Alkohol am Steuer und riskantem Fluchtverhalten für alle Verkehrsteilnehmer. Schon vergleichsweise geringe Alkoholwerte können die Fahrsicherheit erheblich beeinträchtigen.
📝 Offene Fragen und weiteres Vorgehen Die Ermittler klären nun, welche Tatbestände im Einzelnen erfüllt sind. Weitere Details werden voraussichtlich erst nach Abschluss der Ermittlungen vorliegen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer alkoholisiert fährt und sich einer Kontrolle entzieht, handelt rücksichtslos und gefährdet andere. Rechtliche Grenzen sind keine Empfehlung, sondern klare Leitplanken, die einzuhalten sind. Dass die Flucht an einer Autobahnanschlussstelle endete, zeigt, wie rasch sich eine gefährliche Lage zuspitzen kann. Entscheidend ist nun, dass die Ermittlungen zügig und konsequent zu den gebotenen rechtlichen Folgen führen. Prävention beginnt damit, den Autoschlüssel bei geringstem Zweifel liegenzulassen.


