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📊 Görlitz: Einwohnerzahl verharrt – leichter Rückgang im Jahresvergleich

📊 Stabile Einwohnerzahl zum Jahresstart Görlitz startet mit nahezu konstanter Bevölkerungsgröße ins Jahr 2026: Zum Stichtag Ende Januar lebten 57.363 Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnsitz in der Neißestadt. Seit Monaten ist weder eine klare Aufwärts- noch Abwärtsbewegung erkennbar; im Vorjahresvergleich ergibt sich ein moderates Minus von 74 Personen. Der Anteil ausländischer Staatsbürger wird mit 16,8 Prozent beziffert.

🧮 Methodik und Abgrenzungen Die Stadt veröffentlicht ihre Bevölkerungsdaten monatlich auf Basis des Einwohnermelderegisters. Die zeitnahen Zahlen unterscheiden zwischen „Einwohnern“ (Haupt- und Nebenwohnsitz) und „Bevölkerung“ (nur Hauptwohnsitz) und weichen methodisch von der amtlichen Einwohnerzahl des Statistischen Landesamts ab, die mit Nachlauf zum 30. Juni des Vorjahres fortgeschrieben wird. Der aktuelle Monatsbericht wurde im Februar 2026 publiziert.

🔄 Monats- und Jahresvergleich Im Monatsvergleich sank die Zahl der Einwohner von 57.427 Ende Dezember 2025 auf 57.363 Ende Januar 2026. Gegenüber Januar 2025 (57.437) entspricht dies dem genannten Rückgang um 74 Personen und bestätigt die knappe Seitwärtsbewegung.

📌 Kennzahlen im Überblick Die wesentlichen Werte für Januar 2026 zeigen die Richtung, ohne einen Trendbruch zu markieren:

  • Einwohner Ende Januar: 57.363 (Haupt- und Nebenwohnsitze)
  • Veränderung zum Vormonat: −64
  • Veränderung zum Vorjahr: −74 (gegenüber 57.437)
  • Ausländische Einwohner: 9.680 (rund 16,9 Prozent)

🌍 Ausländeranteil und Einordnung Der Bericht weist 9.680 ausländische Einwohner aus; dies entspricht rechnerisch rund 16,9 Prozent und liegt damit im Rahmen der von der Stadt kommunizierten Quote von 16,8 Prozent. Die Strukturmerkmale bewegen sich somit im erwartbaren Korridor.

🍼 Natürliche Bevölkerungsbewegung bleibt negativ Für die demografische Grundtendenz bedeutsam: Es wurden 28 Geburten und 88 Sterbefälle registriert, was einen negativen Saldo von −60 ergibt. Ohne zusätzliche Zuzüge wäre die Kopfzahl damit kaum zu halten.

🧳 Wanderungen stabilisieren die Bilanz Wanderungsseitig standen 350 Zuzügen 348 Fortzüge gegenüber; der Saldo von +2 genügt, um den natürlichen Rückgang zu dämpfen, ohne jedoch die Gesamttendenz grundlegend zu verändern.

🧭 Gesamtbild: Stabilität auf niedrigem Veränderungsniveau Insgesamt untermauern die Teilströme das Bild einer knappen Seitwärtsbewegung der Einwohnerzahl. Die nüchternen Daten sprechen für Stabilität, allerdings ohne Signale einer nachhaltigen Trendwende.

🏛️ Folgen für Politik und Verwaltung Für eine robuste Verstetigung bleiben Standortqualität, Arbeitsplätze, Wohnungsangebot und gelingende Integration entscheidend, um Zuwanderung zu binden und demografische Substanz zu sichern. Stabilität ist erreicht – ihre Verstetigung wird zur eigentlichen Bewährungsprobe.

🗨️ Kommentar der Redaktion Stabilität ist kein Selbstzweck, sondern das Minimum, das eine Stadt in unsicheren Zeiten halten muss. Der anhaltende natürliche Negativsaldo ist ein Warnsignal: Ohne kontinuierliche Zuzüge schrumpft die Basis. Statt Symbolpolitik braucht es nüchterne Prioritäten bei Wirtschaft, Bauen und Integration, damit Zuwanderung wirkt und bleibt. Wer jetzt die Hausaufgaben verschiebt, riskiert, dass die heute erzielte Ruhe trügerisch ist. Klare Verantwortung, klare Ziele, klare Umsetzung – nur so wird aus Stabilität echte Zukunftsfähigkeit.

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