DAS NEUSTE

💼 Maschmeyer rügt Kostenfixierung – Plädoyer für mehr Respekt gegenüber Beschäftigten

📰 Aufhänger und Kernbotschaft Investor Carsten Maschmeyer hat in einem viel beachteten Instagram-Beitrag die anhaltende Klage über angeblich zu hohe Personalkosten und mangelnde Arbeitsmoral scharf kritisiert und die Bedeutung der Mitarbeitenden für Produktivität und Innovation betont. Die Aussagen wurden am 13. Februar 2026 breit aufgegriffen. Seine zentrale Botschaft: Pauschale Abwertungen der Belegschaften schwächen Motivation, Leistung und damit die Wettbewerbsfähigkeit.

📌 Kontext der Debatte In Deutschland hat die Auseinandersetzung über „Lifestyle‑Teilzeit“, steigende Krankenstände und wachsende Lohnnebenkosten zuletzt deutlich an Fahrt gewonnen. Maschmeyer, 66, bekannt aus der Gründersendung „Die Höhle der Löwen“, positioniert sich als prominente Stimme der Wirtschaft, die nicht auf mehr Präsenzpflicht oder pauschale Mehrarbeit setzt, sondern auf Ergebnisorientierung und Wertschätzung der Beschäftigten. Er widerspricht damit einer Rhetorik, die Mitarbeiter vor allem als Kostenblock verhandelt.

🧭 Vom Kostenblick zum Nutzenblick Maschmeyer fordert einen klaren Perspektivwechsel von „Personalkosten“ zu „Personalnutzen“. Wer dauerhaft nur von Belastung spricht, darf sich nicht wundern, wenn Motivation und Leistung sinken. Seine Linie: Führung darf Menschen nicht auf Zahlen reduzieren, sondern muss ihren Beitrag zum Ergebnis sichtbar machen.

⚙️ Warnung vor Produktivitätsverlust Der Investor warnt vor einem Produktivitätsproblem, das entsteht, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter vor allem über Excel‑Kalkulationen führen. Pointiert formuliert er: „Excel‑Tabellen alleine entwickeln nichts.“ Produktivität sei das Resultat kluger Prozesse und engagierter Teams, nicht bloßer Tabellenlogik.

💬 Klarer Widerspruch gegen Abwertung An jene, die Beschäftigte als Störfaktor sehen, richtet Maschmeyer den Satz: „Im Ernst: Wenn die Mitarbeiter euch nur stören, dann probiert’s doch mal ohne.“ Seine Kernaussage ist unmissverständlich: Innovation entsteht aus Kreativität und Engagement der Belegschaften – und Unternehmen verdienen nicht trotz, sondern wegen ihrer Mitarbeiter Geld.

🧩 Leitplanken für Führung Aus den Aussagen lassen sich klare Handlungsprinzipien ableiten, die Ergebnisorientierung und Respekt verbinden:

  • Ergebnis vor Präsenz: Leistung an Resultaten messen, nicht an Sitzzeiten.
  • Wertschätzung statt Pauschalurteil: Anerkennung stärkt Motivation und Verlässlichkeit.
  • Vom Kosten- zum Nutzenblick: Den Beitrag der Teams zum Unternehmenserfolg sichtbar machen.

🇩🇪 Bedeutung für den Standort Maschmeyers Einwurf passt in eine ökonomisch angespannte Lage und setzt einen kontrapunktischen Akzent: Kostendisziplin bleibt wichtig, doch eine rein buchhalterische Sicht auf Arbeit übersieht den zentralen Produktivfaktor Mensch. Für ein industriell geprägtes Land wie Deutschland ist diese Mahnung konservativ im besten Sinne: Leistung, Verlässlichkeit und Respekt gehören zusammen. Wer sie gegeneinander ausspielt, riskiert Kultur‑ und Produktivitätsschäden – und am Ende schwächere Ergebnisse im Markt.

🗨️ 🗨️ Kommentar der Redaktion Maschmeyer trifft einen Nerv: Wer Belegschaften pauschal abwertet, sägt an der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Konservative Führung verlangt beides – klare Ziele und messbare Ergebnisse, aber ebenso Respekt vor den Menschen, die sie erarbeiten. Zahlen sind unverzichtbar, doch sie entstehen durch Leistung, nicht durch Tabellen. Unternehmen, die Mitarbeiter auf einen Kostenblock reduzieren, verlieren Innovation, Loyalität und Tempo. Deutschland bleibt stark, wenn Kostendisziplin und Mitarbeiterachtung nicht Gegensätze sind, sondern ein gemeinsamer Leistungsauftrag.

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