DAS NEUSTE

🛡️ Sachsen startet Aufklärungsoffensive: Land setzt sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen

📅 Auftakt am 14. Februar 2026 Der Freistaat Sachsen beginnt am 14. Februar 2026 eine landesweite Kampagne mit dem Titel Alltag ohne Gewalt, um auf die vielfältigen Formen von Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen und Betroffenen Wege zu Hilfe zu eröffnen. Der Start fällt bewusst auf den Aktionstag One Billion Rising und verknüpft das regionale Vorhaben mit einer internationalen Initiative.

📈 Anstieg der Fälle unterstreicht Dringlichkeit Die Fallzahlen häuslicher Gewalt sind in Sachsen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: von 7.698 polizeilich erfassten Fällen im Jahr 2019 auf 10.202 im Jahr 2024 – ein Zuwachs von 33 Prozent. Erfasst werden dabei Delikte von Körperverletzung über digitale Belästigung bis hin zu Vergewaltigung. Auch der weltweite Befund, dass etwa jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt, unterstreicht die Dringlichkeit. Politisch wird das Thema als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden; Gewalt im häuslichen Umfeld gilt nicht als Privatsache.

📣 Breite Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und online Die Kampagne setzt auf großflächige Präsenz im Alltag, um Menschen niedrigschwellig zu erreichen.

  • Plakatwellen im gesamten Freistaat
  • Spots im Fahrgast-TV des öffentlichen Nahverkehrs
  • Begleitende Maßnahmen auf Social Media
  • Audio-Spots auf Spotify

🎯 Ziele der Offensive Betroffene sollen gestärkt, das Umfeld sensibilisiert und potenzielle Täter direkt angesprochen werden.

🌐 Mehrsprachige Ausspielung Die Inhalte werden mehrsprachig ausgespielt – neben Deutsch unter anderem auf Ukrainisch, Tschechisch, Polnisch, Arabisch und Englisch.

🛡️ Verankerung im Gewaltschutznetz und Zeitplan Organisatorisch ist die Offensive im Gewaltschutznetzwerk des Landes verankert und auf Kontinuität angelegt. Bis Ende 2026 sollen wiederkehrend thematische Schwerpunkte gesetzt werden.

  • Stärkung Betroffener
  • Täteransprache
  • Erkennen sexualisierter Gewalt

ℹ️ Zentrale Informationsplattform Parallel geht eine zentrale Informationsplattform an den Start, die Hinweise für Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und Interessierte bündelt.

📊 Erfolgskriterien und Prüfsteine Der Ansatz, Sichtbarkeit zu erzeugen, Hemmschwellen abzubauen und niedrigschwellige Informationsangebote zu schaffen, ist richtig – allein wird er das Problem jedoch nicht lösen. Entscheidend wird sein, ob die Kampagne messbare Effekte erzielt: mehr Zugänge zu Beratung und Schutz, verbesserte Aufdeckung von Taten und eine engere Verzahnung von Prävention, Strafverfolgung und Opferschutz. Transparente Evaluationskriterien, ausreichende Finanzierung der Hilfestrukturen und Verlässlichkeit über den Kampagnenzeitraum hinaus bleiben die Prüfsteine, an denen sich der Anspruch des Freistaates messen lassen muss.

🗨️ Kommentar der Redaktion Worte genügen nicht: Eine Kampagne ersetzt keine konsequente Durchsetzung von Recht und Ordnung. Der Staat hat den Schutzauftrag gegenüber Frauen verlässlich zu erfüllen – nicht symbolisch, sondern nachprüfbar. Nötig sind klare Kennzahlen, regelmäßige Auswertung und eine gesicherte Finanzierung der Hilfsangebote. Täter müssen zügig zur Verantwortung gezogen werden, Prävention, Polizei und Justiz enger verzahnt arbeiten. Sachsen wird sich an Resultaten messen lassen müssen, nicht an Slogans.

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