📰 Warnung zum MSC-Auftakt Der frühere Schachweltmeister Garri Kasparow warnt zum Start der Münchner Sicherheitskonferenz, das Machtsystem Wladimir Putins halte sich durch Krieg; ohne militärische Aggression könne es nicht bestehen. Einen baldigen Waffenstillstand in der Ukraine schließt er aus und bezeichnet den Krieg als tragende Stütze des Regimes.
🔎 Einordnung in die europäische Debatte Kasparows Bewertung fügt sich in die sicherheitspolitische Diskussion Europas: Der Kreml setzt seit Jahren auf Eskalation, innere Repression und außenpolitische Gewalt. Wer Stabilität will, muss glaubwürdige Abschreckung aufbauen und sich von Illusionen einer schnellen „Friedensdividende“ verabschieden.
⚠️ Warum ein Waffenstillstand riskant wäre Ein Waffenstillstand brächte dem Kreml nach Kasparow ein innenpolitisches Risiko: die Rückkehr hunderttausender, teils verrohter Soldaten – mit der Folge steigender Kriminalität. Moskau werde daher weiterkämpfen, solange Ressourcen fließen.
🤝 Gespräche ohne Substanz Die derzeitigen, von den USA vermittelten Kontakte hält Kasparow für von Beginn an gescheitert. Es handele sich eher um Deals zwischen Donald Trump und Wladimir Putin als um echte Verhandlungen; am Tisch säßen Geschäftsleute, nicht Außenminister.
🎯 Möglichkeiten für einen ukrainischen Sieg Gleichwohl sieht Kasparow eine Siegchance für die Ukraine, sofern mehrere Faktoren zusammenwirken und Moskau zum Aufgeben zwingen. Der Schlüssel liege in der Kombination dieser Faktoren und im anhaltenden Druck.
🏭 Konsequenzen für Europa Aus dieser Diagnose folgt für Europa: militärische und industrielle Fähigkeiten rasch stärken, die Ukraine verlässlich ausrüsten, Sanktionslücken schließen – und Verhandlungen erst dann suchen, wenn Moskau nüchternen Realitäten ins Auge sehen muss.
🧭 Fazit Frieden entsteht nicht durch Beschwichtigung, sondern durch Wehrhaftigkeit, klare Kosten für Aggressoren und strategische Geduld.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Lage verlangt Nüchternheit statt Wunschdenken. Abschreckung ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Ordnung. Wer jetzt auf schnelle Deals setzt, schwächt Europas Position und ermutigt Aggressoren. Europas Pflicht ist es, die Ukraine verlässlich auszurüsten, die eigene industrielle Basis hochzufahren und Sanktionen konsequent durchzusetzen. Verhandlungen gehören erst auf die Tagesordnung, wenn Moskau der Realität ins Auge sieht.


