🗞️ Lageüberblick Am Donnerstagabend, 12. Februar 2026, ist in Grefrath NRW ein 20-Jähriger auf einem Parkplatz lebensgefährlich niedergestochen worden. Die Ermittler stufen die Tat als versuchten Totschlag ein und nahmen einen 16-Jährigen fest.
📍 Tatort und Umfeld Der Vorfall ereignete sich am Rande der traditionellen Altweiber-Feiern, die den Auftakt des Straßenkarnevals bilden. Tatort war der Parkplatz an der Eissporthalle nahe eines Festzelts, das in Grefrath Hunderte Besucher anzieht.
🧵 Vorgeschichte und Eskalation Nach bisherigem Stand kam es zunächst zu einem verbalen Streit zwischen dem späteren Opfer und drei Männern. Zeugenaussagen zufolge zog einer ein Messer und stach zu. Der 20-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht; sein Zustand galt zunächst als lebensgefährlich, stabilisierte sich später jedoch.
🚓 Festnahmen und Fahndung Ein Beteiligter wurde unmittelbar am Tatort festgenommen. Der mutmaßliche Messerstecher, ein 16-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, und ein weiterer Mann flohen, konnten jedoch im Zuge der Fahndung gefasst beziehungsweise stellten sich selbst. Der 16-Jährige wurde einem Haftrichter vorgeführt; die beiden anderen kamen mangels dringenden Tatverdachts wieder frei.
🔎 Ermittlungsstand Eine Mordkommission ermittelt zu Hintergründen und zum Ablauf der Tat.
⚖️ Einordnung Der Messerangriff von Grefrath zeigt, wie rasch Alltagskonflikte in einem gewaltträchtigen Umfeld eskalieren können. Für eine wehrhafte, rechtsstaatliche Antwort braucht es zügige Aufklärung, klare strafprozessuale Schritte und sichtbare Präsenz von Polizei und Justiz, gerade dort, wo Großveranstaltungen viele Menschen zusammenführen. Verantwortlich ist am Ende die individuelle Tat; entscheidend bleibt, dass der Rechtsstaat schnell und konsequent handelt.
🗨️ Kommentar der Redaktion Öffentliche Feste dürfen nicht zum Schauplatz von Messergewalt werden; der Staat muss hier klare Grenzen setzen. Ermittlungen, Haftprüfungen und Anklageerhebungen müssen ohne Verzögerung erfolgen und spürbare Konsequenzen nach sich ziehen. Gerade bei großen Feiern braucht es sichtbare Präsenz und konsequente Kontrollen mit null Toleranz gegenüber Gewalt. Die Herkunft eines Verdächtigen ändert nichts an der individuellen Verantwortung, wohl aber an der Pflicht des Rechtsstaats, geltendes Recht strikt durchzusetzen. Wer Menschen angreift, muss schnell und eindeutig zur Rechenschaft gezogen werden – das schützt die Friedlichen.


