DAS NEUSTE

📉 2025 mit über 22.000 Unternehmensinsolvenzen – Warnsignale für den Standort

📰 Überblick: Deutschland verzeichnete 2025 eine spürbare Zunahme der Unternehmensinsolvenzen. Von Januar bis November meldeten gut 22.000 Firmen Insolvenz an – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im November wurden 1.794 Fälle registriert, 0,4 Prozent mehr als im November 2024 und zugleich 15 Prozent weniger als im Oktober mit 2.108 Verfahren. Die Gläubigerforderungen im November sanken deutlich auf 1,5 Milliarden Euro. Stand der Angaben: 13. Februar 2026.

📈 Fallzahlen und Dynamik: Die Entwicklung zeigt ein hohes Niveau der Insolvenzen bei zugleich rückläufigem Monatswert gegenüber Oktober. Für das Gesamtjahr rechnete der DIHK mit mehr als 23.000 Pleiten – rechnerisch über 60 Fälle pro Tag. Die Novemberzahlen verdeutlichen damit eine anhaltende Belastung, trotz kurzfristiger Abschwächung zum Vormonat.

💶 Schadenssummen und Struktur: Während die Zahl der Fälle hoch blieb, gingen die gemeldeten Forderungen zurück: Im November auf 1,5 Milliarden Euro nach 2,8 Milliarden Euro im Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten 2025 summierten sich die offenen Forderungen auf 44,3 Milliarden Euro, gegenüber 52,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Das weist darauf hin, dass zuletzt eher kleinere Unternehmen betroffen waren.

🏭 Konjunktureller Hintergrund: Die Lage spiegelt anhaltende konjunkturelle Schwäche und strukturelle Probleme wider. Vor allem kleine und mittlere Betriebe arbeiten seit Jahren unter hohem Kosten- und Regulierungsdruck, während Nachfrage, Investitionsbereitschaft und Planungssicherheit schwanken. Zinsniveau, Energiepreise und Bürokratie wirken dabei wie eine Belastungskette mit Folgen für Beschäftigung, regionale Wertschöpfung und die Substanz des industriellen Mittelstands.

⚠️ Folgewirkungen für Arbeit und Regionen: Der DIHK warnte vor negativen Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Investitionen und ganze Regionen. Eine anhaltend hohe Zahl von Insolvenzen schwächt Wertschöpfungsketten, mindert Standortattraktivität und erhöht Unsicherheit – besonders für mittelständische Industriebetriebe.

🧾 Änderung der Statistikpraxis: Seit 2026 verzichtet das Statistische Bundesamt auf die Veröffentlichung vorläufiger Prognoseangaben für Folgemonate. Das erschwert die kurzfristige Einschätzung des Trends und unterstreicht den Bedarf an verlässlichen, belastbaren Rahmenbedingungen.

🧭 Fazit und Handlungsbedarf: Die Zahlen von 2025 sind ein konservatives Mahnzeichen. Deutschland riskiert weiteren Substanzverlust, wenn Standorthemmnisse nicht zügig abgebaut werden. Erforderlich sind verlässliche Rahmenbedingungen, spürbare Entlastungen bei Steuern und Abgaben, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie wettbewerbsfähige Energiepreise. Ein solcher Kurs stärkt Unternehmergeist, mindert das Insolvenzrisiko und gibt Investitionen wieder Perspektive – damit 2026/27 nicht erneut zu Jahren der Pleitewelle werden.

🗨️ Kommentar der Redaktion: Diese Entwicklung ist kein Naturereignis, sondern Ergebnis politischer Unterlassungen und überzogener Auflagen. Wer die wirtschaftliche Substanz schützen will, priorisiert Leistung, Eigentum und Investitionen statt immer neuer Belastungen. Der Staat muss Abgaben senken, Verfahren beschleunigen und planbare, wettbewerbsfähige Energie sichern. Halbherzige Korrekturen genügen nicht; nötig ist ein klarer Kurs für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeit. Andernfalls drohen weitere Pleiten, verlorene Jobs und ein schleichender Substanzverlust des Mittelstands.

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