🚧 Erneute Vollsperrung in der Emmerichstraße In Görlitz ist die Emmerichstraße binnen weniger Wochen erneut zur Baustelle geworden. Nach einem weiteren Schaden an der Trinkwasserleitung ist die Straße seit Montagabend wieder vollständig gesperrt. Vorgesehen sind rund zwei Wochen Bauzeit. Die Stadtwerke betonen, es handele sich nicht um dieselbe Schadstelle wie beim ersten Vorfall; für Anwohner und Verkehr bedeutet das abermals Geduld und Umwege.
ℹ️ Hintergrund: Havarie vor drei Wochen Bereits vor drei Wochen hatte eine Havarie die Emmerichstraße lahmgelegt. Damals verwiesen die Stadtwerke auf die besondere Lage der Leitung: Sie verläuft mitten durch die Fahrbahn und nicht im Gehwegbereich, was Sperrungen praktisch unvermeidlich macht. Ein außergewöhnliches Störungsaufkommen sah der Versorger seinerzeit dennoch nicht.
🛠️ Arbeiten am Netz und Versorgungslage Nach Angaben der Stadtwerke wurde bereits ein Teil der beschädigten Leitung ersetzt, derzeit laufen Tiefbauarbeiten. Insgesamt sind bisher 18 Meter Trinkwasserrohr erneuert. Die Versorgung der Anwohner ist wiederhergestellt.
🚦 Verkehrsführung und Umleitung Um den Verkehr zu ordnen, ist die Einbahnstraßenregelung im betroffenen Abschnitt aufgehoben. Die Umleitung führt über:
- Sohrstraße
- James-von-Moltke-Straße
- Dr.-Kahlbaum-Allee
⏱️ Zeitplan und Abgrenzung zum ersten Vorfall Die Maßnahme soll – Stand jetzt – nach zwei Wochen enden. Zugleich unterstreicht der Versorger, dass der neue Schaden auf einem anderen Teilstück aufgetreten ist und nicht mit der ersten Havarie zusammenhängt.
⚠️ Einordnung: Warnsignal für die Infrastruktur Zwei Rohrschäden in so kurzer Folge sind ein Warnsignal, selbst wenn jedes Ereignis für sich „nicht außergewöhnlich“ sein mag. Für eine wachsende Stadt und ein dicht bebautes Viertel gilt: Versorgungssicherheit, planbare Eingriffe und klare Kommunikation sind Pflicht. Es braucht nun einen belastbaren Maßnahmenplan, der proaktive Erneuerung, koordinierten Tiefbau und möglichst kurze Sperrzeiten zusammenführt. Nur so lassen sich wiederholte Zwangspausen auf einer wichtigen innerstädtischen Achse vermeiden und das Vertrauen der Bürger in Infrastruktur und Verwaltung festigen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wiederholte Sperrungen auf einer zentralen Straße sind kein Betriebsunfall, sondern ein Hinweis auf strukturellen Handlungsbedarf. Wer Verantwortung trägt, muss jetzt Verlässlichkeit herstellen: klare Zeitpläne, vorausschauende Erneuerung, transparente Information. Abwiegeln mit dem Hinweis auf ein „nicht außergewöhnliches“ Einzelereignis reicht nach zwei Schäden nicht mehr. Priorität hat die Bündelung von Baumaßnahmen, um Sperrzeiten kurz zu halten und Belastungen zu minimieren. Nur konsequentes Management stellt das Vertrauen der Bürger wieder her.
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