📰 Zäsur für das Oderwitzer Volksbad Das Volksbad in Oderwitz steht vor einer grundlegenden Veränderung: Der langjährige Wasserbezug über die benachbarte Schokoladenfabrik entfällt. Eine aktuelle Studie empfiehlt, die Wasserfläche deutlich zu verkleinern, um Betrieb und Kosten zu stabilisieren. Die Gemeinde sieht sich damit vor eine Investition in Millionenhöhe gestellt, das letzte Wort hat der Gemeinderat. Weniger Gäste, eine große Anlage und teureres Wasser – diese Rechnung trägt nicht mehr.
🏊 Profil des Freibads Das Volksbad ist ein klassisches Freibad mit großem Becken, getrennten Bereichen für Schwimmer und Nichtschwimmer, Sprunganlage, Rutsche und weitläufiger Liegewiese. Es wird saisonal betrieben und gehört zur kommunalen Daseinsvorsorge. Diese Struktur macht es attraktiv, zugleich aber kostenintensiv im Unterhalt und bei der Wasseraufbereitung.
🚱 Wegfall der Wasserquelle Bislang war die Versorgung mit Füll- und Betriebswasser über das Wasserwerk der benachbarten Schokoladenfabrik organisiert. Mit dem Wegfall dieser Quelle entsteht ein technisches und finanzielles Problem, das die Gemeinde lösen muss.
📉 Kernaussage der Analyse Empfohlen wird eine erhebliche Reduzierung der Wasserfläche als „Schrumpfkur“, um Energie- und Aufbereitungskosten dauerhaft zu senken und das Bad an die tatsächliche Nachfrage anzupassen. Welche Elemente konkret betroffen wären, ist eine politische Abwägung. Technisch geht es darum, Komplexität, Wasserumsatz und damit laufende Kosten zu reduzieren.
💶 Finanzielle Weichenstellung Politisch steht eine Richtungsentscheidung an: Entweder trägt die Gemeinde eine Millioneninvestition zur Anpassung und Sicherung des Betriebs, oder sie riskiert mittel- bis langfristig Stillstand durch Kosten- und Versorgungsrisiken. Der Umfang der Anpassungen muss so gewählt werden, dass der Betrieb finanziell tragfähig bleibt und zugleich bürgernah ausgerichtet ist.
👥 Konsequenzen für die Badegäste Für die Nutzer sind Veränderungen absehbar: Weniger Wasserfläche kann geänderte Wege, reduzierte Beckenabschnitte oder den Verzicht auf einzelne Attraktionen bedeuten. Zugleich bleibt der Charakter des Freibads – Schwimmbetrieb und Familienangebot im Freien – das Leitmotiv, das effizient abzusichern ist. Die bestehende Ausstattung und die saisonale Ausrichtung liefern dafür einen Rahmen, der sich technisch verschlanken lässt.
🏛️ Aufgabe des Gemeinderats Der Gemeinderat wird beraten und priorisieren müssen, wie viel Fläche und Angebot das Bad künftig vorhalten soll. Im Zentrum stehen Abwägungen zwischen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachfrage. Die Entscheidung legt fest, in welchem Zuschnitt das Bad verlässlich betrieben werden kann.
🎯 Ziele der Verkleinerung Die vorgeschlagene Verkleinerung verfolgt klare Zwecke:
- dauerhafte Senkung von Energie- und Aufbereitungskosten
- Reduktion von Komplexität und Wasserumsatz
- Anpassung des Angebots an die tatsächliche Nachfrage
🗨️ Kommentar der Redaktion Aus konservativer Sicht zählt jetzt Klarheit statt Nostalgie. Die Gemeinde braucht transparente Kosten, belastbare Szenarien und einen verbindlichen Zeitplan, der Steuerzahlern, Familien und Vereinen gerecht wird. Eine maßvolle Verkleinerung ist vernünftig, wenn sie den Betrieb stabilisiert, Gebühren im Rahmen hält und Planungssicherheit schafft. Wer den Status quo romantisiert, riskiert Stillstand und steigende Risiken bei Versorgung und Kosten. Der Gemeinderat sollte zügig einen nüchternen, finanzierbaren Beschluss fassen, der den Kernnutzen – sicheres, sauberes, verlässlich betriebenes Schwimmen vor Ort – langfristig sichert.
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