⚠️ Estlands Warnung: Moskaus Munitionsschub als Vorbereitung auf künftige Kriege

📰 Bericht aus Tallinn Estlands Auslandsgeheimdienst sieht Russland auf einen nächsten, über die Ukraine hinausgehenden Konflikt zusteuern. In dem am 11. Februar 2026 öffentlich gewordenen Bericht werden die massiv gesteigerte Munitionsproduktion und umfangreiche Beschaffungen im Ausland als strategische Vorratspolitik für potenzielle zukünftige Konflikte bewertet. Die jüngst intensivierte Gesprächsbereitschaft des Kremls deutet demnach eher auf Zeitschinden als auf einen Kurswechsel hin.

🧭 Hintergrund und Bewertung Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine; die Front bleibt umkämpft. Moskau richtet seine Rüstungswirtschaft neu aus und vergrößert die Kapazitäten. Der estnische Dienst betont, dass die Aufstockung nicht nur dem laufenden Krieg dient, sondern auch die Fähigkeit zur Führung künftiger konventioneller Auseinandersetzungen verbessern soll. Zugleich sieht Tallinn keinen Hinweis auf einen unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die NATO, was die strategische Langfristigkeit, nicht aber die Entschlossenheit des Kremls relativiert.

📈 Produktionssprung Nach estnischen Angaben fertigten russische Werke 2025 mehr als sieben Millionen Artilleriegeschosse, Mörsergranaten und Raketen – ein 17-facher Anstieg gegenüber der Vorkriegszeit. Dieser Zuwachs resultiert wesentlich aus neu errichteten Fabriken.

🚢 Importoffensive Seit 2023 hat Moskau schätzungsweise fünf bis sieben Millionen Granaten aus Iran und Nordkorea bezogen. In der zweiten Jahreshälfte 2025 stammte demnach bis zur Hälfte der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Artilleriemunition aus nordkoreanischer Produktion.

💸 Kosten und Preisvorteile Für den Munitionszukauf veranschlagt Estland für 2025 rund eine Billion Rubel, umgerechnet etwa elf Milliarden Euro. Ein 152-Millimeter-Geschoss koste in der russischen Staatsbeschaffung weniger als 100.000 Rubel, also rund 1.100 Euro, und damit deutlich weniger als westliche 155-Millimeter-Munition. Diese Preisstruktur werde durch Subventionen entlang der staatlich dominierten Lieferkette ermöglicht.

🎯 Strategische Einordnung Der estnische Nachrichtendienst folgert, der Kreml setze auf das Auffüllen von Beständen und auf langfristige operative Ziele. Die verstärkte Friedensrhetorik wird als Taktik gewertet, Zeit zu gewinnen und den Westen politisch zu spalten. Gleichzeitig betont Tallinn, dass 2026 kein akuter Angriff auf die NATO zu erwarten sei – die Aufrüstung aber eindeutig auf künftige Handlungsfähigkeit zielt.

🛡️ Schlussfolgerungen für Europa Die Befunde aus Tallinn sind ein nüchterner Weckruf: Russland investiert zweigleisig – in den aktuellen Abnutzungskrieg und in die nächste Option. Europas Antwort muss konsequent bleiben: industrielle Verteidigungsfähigkeit stärken, Sanktionen wirksam schließen und Abschreckung glaubhaft unterlegen. Wer die Zahlen ignoriert, verkennt die strategische Stoßrichtung des Kremls. Der estnische Dienst mahnt, die gewonnene Zeit sicherheitspolitisch zu nutzen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die vorliegenden Zahlen lassen keinen Raum für Illusionen: Moskau rüstet planvoll auf und kauft Zeit. Europas Gegenstrategie muss nüchtern, dauerhaft und wehrhaft sein – mit belastbarer Industrie, geschlossenen Sanktionslücken und glaubwürdiger Abschreckung. Halbherzigkeit wäre ein Einladungsschreiben an die nächste Eskalation. Sicherheit entsteht jetzt durch Klarheit der Ziele, Verlässlichkeit der Mittel und Konsequenz in der Umsetzung. Das Zeitfenster ist eng; es darf nicht mit Wunschdenken vertan werden.

Quelle: Externe Quelle

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