DAS NEUSTE

🛡️ Eilbeschaffung an der Ostflanke: Pistorius setzt auf tausende KI-Drohnen für Litauen

🇩🇪 Einleitung Deutschland treibt seine Drohnenfähigkeit voran: Nach Medienangaben plant das Verteidigungsministerium unter Boris Pistorius den zügigen Kauf tausender KI-gestützter loiternder Munition für die Bundeswehr. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 536 Millionen Euro; erste Systeme sollen bis Ende 2026 an die deutsche Brigade in Litauen gehen – ein Signal der Abschreckung an der NATO-Ostflanke. Stand: 10. Februar 2026.

🧭 Hintergrund Bislang setzte die Bundeswehr unbemannte Systeme vor allem zur Aufklärung ein. Mit der nun vorbereiteten Beschaffung wechselt Berlin in die offensive Komponente der Drohnenkriegsführung – passend zur dauerhaften Stationierung der Panzerbrigade 45 in Litauen. Laut Bundestag ist die Brigade offiziell aufgestellt; bis Ende 2027 soll sie voll einsatzfähig sein und rund 4800 Soldaten sowie 200 zivile Mitarbeiter umfassen.

🛰️ Details der Eilbeschaffung Kern des Pakets sind loitering munitions, präzise Lenkwaffen, die über dem Zielgebiet kreisen und bei Freigabe zuschlagen. Zwei deutsche Anbieter sollen liefern: Stark Defence mit der Virtus (etwa 1,80 Meter, rund 30 Kilogramm, Senkrechtstart ohne Startrampe, Reichweite ab circa 100 Kilometern) sowie Helsing mit der kompakteren HX-2 (etwa 1,13 Meter, rund 12 Kilogramm, Katapultstart, vom Hersteller mit hoher Störfestigkeit beworben). Rheinmetall bereitet zudem ein eigenes Modell vor. Die Unterlagen zur Eilbeschaffung liegen dem Bundestag vor; die Lieferung soll im Rekordtempo anlaufen, um die in Litauen stationierte deutsche Brigade ab Ende 2026 auszurüsten.

🎯 Militärische Logik Loitering munitions schließen die Lücke zwischen klassischer Artillerie und bemannter Luftunterstützung, erhöhen die Reaktionsgeschwindigkeit im Gefecht und erschweren einer gegnerischen Führung das Agieren nahe der Front. Die Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg haben diesen Bedarf offengelegt; die NATO will an ihrer Ostflanke entsprechend nachrüsten.

⚙️ Voraussetzungen für die Truppe Für die Bundeswehr bedeutet der Schritt: Ausbildung von Bedienern, robuste Führungs- und Datenlinks, verlässliche elektronische Gegenmaßnahmen – und eine Beschaffungspraxis, die Tempo ohne Abstriche bei der Truppentauglichkeit ermöglicht.

⏱️ Bewertung und Ausblick Mit der geplanten Drohnen-Eilbeschaffung setzt Pistorius auf Wirkung und Geschwindigkeit – strategisch nachvollziehbar und politisch folgerichtig. Entscheidend wird sein, ob Industrie und Behörden die ehrgeizigen Fristen halten und die Systeme nahtlos in die litauische Brigade integrieren. Nur dann wird aus der Ankündigung ein realer Fähigkeitszuwachs: präzise, skalierbar und anschlussfähig an NATO-Strukturen – genau das, was Deutschlands Abschreckung an der Ostflanke jetzt braucht.

🗨️ Kommentar der Redaktion Dieser Schritt ist notwendig und überfällig. Abschreckung funktioniert nur mit glaubhafter, einsatzbereiter Wirkung, nicht mit Ankündigungen. Die Fristen sind ambitioniert, doch sie müssen gehalten werden; Ausbildung und Integration haben Vorrang vor bürokratischen Bedenken. Wer die Ostflanke sichern will, darf nicht zaudern, sondern zügig liefern und üben. Industrie und Behörden sind in der Pflicht, Tempo mit Truppentauglichkeit zu verbinden.

Quelle: Externe Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Nachrichten

Folg uns

Folg uns auf Social Media

Verpasse keine News und Updates – folge uns jetzt!

Täglich aktuelle Nachrichten aus Zittau, der Oberlausitz und ganz Deutschland

Zittauer Zeitung | Echt. Lokal. Digital.