💼 Mittelstand rügt Kanzler Merz: Brandbrief fordert Kurswechsel

📰 Brandbrief erreicht Kanzleramt Am Donnerstagabend, 5. Februar 2026, hat ein scharf formulierter Brandbrief des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft das Bundeskanzleramt erreicht. Absender ist BVMW‑Vorsitzender Christoph Ahlhaus, CDU, der von „blankem Entsetzen“ über den wirtschaftspolitischen Kurs der schwarz‑roten Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz spricht.

📉 Stimmungsdaten als Alarmsignal Ahlhaus verweist auf neue Umfragewerte aus dem Mittelstand: 64 Prozent der befragten Unternehmen glauben nicht mehr an die angekündigte Wirtschaftswende, 79 Prozent erkennen nicht einmal ein engagiertes Bemühen der Regierung. Diese Zahlen bewertet der Verband als „Alarmsignal“.

🏛️ Erwartungen und Ernüchterung Viele mittelständische Unternehmer hatten nach dem Ende der Ampel‑Koalition auf eine zügige Trendumkehr gehofft. Neun Monate nach Amtsantritt des Kanzlers konstatiert der Verband jedoch Ernüchterung. Der BVMW vertritt nach eigener Darstellung knapp 26.000 Unternehmerinnen und Unternehmer; der Brief adressiert die Regierung direkt und fordert einen erkennbaren Kurswechsel.

⚙️ Kernforderungen des Verbands Ahlhaus drängt den Kanzler, seine Richtlinienkompetenz zu nutzen und auf „PR‑Gipfel und Placebo‑Diskussionsrunden“ zu verzichten. Statt symbolischer Formate brauche es rasch wirksame Strukturreformen, die den Standort entlasten und Planungssicherheit schaffen. Die jüngsten Umfragewerte seien ein „Hilfeschrei“ aus der Unternehmensbasis.

  • Nutzung der Richtlinienkompetenz des Kanzlers
  • Verzicht auf PR‑Formate zugunsten konkreter Entscheidungen
  • Schnelle Strukturreformen zur Entlastung des Standorts
  • Planungssicherheit als zentrales Leitmotiv

👤 Personelle Kritik an Gitta Connemann Der Brief rechnet deutlich mit der Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, Gitta Connemann, ab: Es fehle an Vertrauen und Kompetenz, die Besetzung solle „kritisch hinterfragt“ werden. Hintergrund ist unter anderem die Debatte um die sogenannte „Lifestyle‑Teilzeit“, deren Abschaffung die Mittelstands‑ und Wirtschaftsunion angeregt hatte; Connemann bedauerte die Wortwahl später öffentlich.

🏭 Rückhalt aus der Industrie und Reaktion der Regierung Aus der Industrie stellt sich VDA‑Präsidentin Hildegard Müller schützend vor Connemann und würdigt sie als engagierte Ansprechpartnerin des Mittelstands. Die Bundesregierung weist den Brandbrief zurück; man sei „sehr zufrieden“ mit Connemanns Arbeit, Konsequenzen ergäben sich aus dem Schreiben nicht, so der stellvertretende Regierungssprecher.

🧭 Einordnung und Ausblick Der Mittelstand verlangt sichtbare Führung, verlässliche Rahmenbedingungen und einen klaren Vorrang für Wachstums‑ und Entlastungsreformen. Der Brandbrief setzt Kanzler Merz unter konservativem Maßstab unter Druck: weniger Symbolpolitik, mehr Umsetzung – und das zügig. Ob die Regierung den Hilferuf als Chance zur Kurskorrektur nutzt, entscheidet mit darüber, ob die vielbeschworene Wirtschaftswende Substanz gewinnt oder der Vertrauensverlust vertieft wird.

🗨️ Kommentar der Redaktion Der Befund ist eindeutig: Wenn 64 Prozent nicht mehr an die Wirtschaftswende glauben und 79 Prozent keinerlei engagiertes Bemühen erkennen, ist die Geduld des Mittelstands aufgebraucht. Gefordert ist klare Führung – die Nutzung der Richtlinienkompetenz und ein Ende von „PR‑Gipfeln und Placebo‑Diskussionsrunden“. Wer Verantwortung trägt, muss liefern, nicht moderieren. Die personellen Fragen rund um Gitta Connemann sind kein Nebenschauplatz, sondern ein Test für Konsequenz und Maßstäbe. Entscheidend ist nun, binnen kurzer Frist sichtbare Entlastungen und Planungssicherheit zu schaffen – alles andere würde den Vertrauensverlust zementieren.

Quelle: Externe Quelle

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