DAS NEUSTE

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📈 Görlitz schĂ€rft Tourismusstrategie: 340.000 Übernachtungen jĂ€hrlich bis 2030 im Blick

🧭 Neuausrichtung bis 2030 Görlitz richtet seinen touristischen Kurs neu aus: Ein aktualisiertes Konzept soll die Neißestadt bis 2030 auf jĂ€hrlich rund 340.000 GĂ€steĂŒbernachtungen fĂŒhren und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf mindestens 2,5 Tage erhöhen. Die Stadt will sich als vielseitiges, erlebnisorientiertes Reiseziel profilieren und dabei vor allem Geschichte, Kultur und Gastfreundschaft in den Vordergrund stellen. Die Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH spricht von einem strategischen Rahmen, der Orientierung bietet und LeistungstrĂ€ger zur aktiven Mitwirkung einlĂ€dt. Die Zielmarke basiert auf dem neuen Tourismuskonzept, das am 5. Februar 2026 in den regionalen Nachrichten hervorgehoben wurde.

đŸ™ïž Ausgangslage 2024 Die Basis ist robust, aber anspruchsvoll: 2024 verzeichnete Görlitz 321.226 Übernachtungen bei 147.454 GĂ€sten; die Aufenthaltsdauer lag im Schnitt bei 2,2 Tagen. Der Tourismus erwirtschaftete einen Bruttoumsatz von 120,6 Millionen Euro, wobei 2,3 Millionen Tagesbesucher die grĂ¶ĂŸte UmsatzsĂ€ule bildeten. Die Bettenauslastung gewerblicher Angebote ĂŒber zehn Betten lag bei 40,3 Prozent. Bekanntheit und Nachfrage profitieren seit Jahren auch von Filmproduktionen, zugleich bleibt die Umwandlung vieler Tagesbesuche in lĂ€ngere Aufenthalte ein strukturelles Thema.

🎯 Markenwerte und Ausrichtung Operativ setzt das Konzept auf klar definierte Markenwerte und Themenschwerpunkte. Görlitz soll als historische KulturbĂŒhne mit hoher AufenthaltsqualitĂ€t auftreten und Angebote fĂŒr unterschiedliche Altersgruppen bĂŒndeln. Die Strategie zielt auf Vernetzung in Stadt und Region sowie auf eine qualitĂ€tsorientierte, nachhaltige Entwicklung statt reinen Mengenwachstums.

📊 Konkrete ZielgrĂ¶ĂŸen Messbare ZielgrĂ¶ĂŸen erhöhen die Verbindlichkeit und dienen als Steuerungsrahmen bis 2030.

  • Übernachtungen dauerhaft bei rund 340.000 pro Jahr (Basis 2024: 321.226)
  • Durchschnittliche Aufenthaltsdauer 2,5 Tage
  • Internationaler GĂ€steanteil 8 Prozent (Basis: 6,4 Prozent)
  • GĂ€stezufriedenheit (TrustScore) leicht steigern

đŸ› ïž Hebel und Projekte Zur Wirkungskette zĂ€hlen Infrastrukturprojekte wie die Sanierung der Stadthalle mit geplanter Wiedereröffnung Ende 2028 sowie die touristische Weiterentwicklung des Berzdorfer Sees als Freizeitmagnet. Evaluationsschritte sind fĂŒr 2028 mit Blick auf Akzeptanz und fĂŒr 2030 zum Wirtschaftsfaktor einschließlich Tagestourismus vorgesehen.

📈 Wachstumspfad und Machbarkeit Das Vorhaben gilt als ambitioniert, aber nicht unrealistisch: Ein Plus von gut 5,8 Prozent gegenĂŒber 2024 erscheint erreichbar, wenn QualitĂ€t, Angebotstiefe und Vermarktung konsequent zusammenspielen. Entscheidend wird sein, die kurze Aufenthaltsdauer auf 2,5 Tage zu verlĂ€ngern, was einem Zuwachs von rund 13,6 Prozent gegenĂŒber 2024 entspricht, und aus der starken Tagesnachfrage mehr Übernachtungen zu generieren.

⚠ Risiken und Voraussetzungen Ohne belastbare ServicequalitĂ€t, stringentes KapazitĂ€tsmanagement und klare Priorisierung droht Zielkosmetik. Die gesetzten Messpunkte bis 2030 schaffen Transparenz, ersetzen aber keine Umsetzung. Gefragt sind verbindliche Prozesse, verlĂ€ssliche QualitĂ€t entlang der Wertschöpfung und eine fokussierte Produktentwicklung, die das Profil schĂ€rft.

🔗 Vernetzung und Profil Der Ansatz setzt auf Zusammenarbeit ĂŒber Stadtgrenzen hinweg und eine klare Profilierung als historische KulturbĂŒhne. Ziel ist, Erlebnisse zu bĂŒndeln, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, und den Aufenthalt so zu verdichten, dass zusĂ€tzliche NĂ€chte entstehen. Nachhaltigkeit und QualitĂ€t stehen dabei vor reinem Mengenwachstum.

đŸ—šïž đŸ—šïž Kommentar der Redaktion Die Zielmarken sind maßvoll, aber nur dann belastbar, wenn die Stadt konsequent an der AufenthaltsverlĂ€ngerung arbeitet. Vorrang hat die Umwandlung der breiten Tagesnachfrage in NĂ€chte, nicht das Hinterherlaufen neuer Mengen. Wer 340.000 Übernachtungen seriös erreichen will, muss ServicequalitĂ€t und KapazitĂ€ten zuerst stabilisieren und dann skalieren. Die Meilensteine 2028 und 2030 sind der Lackmustest fĂŒr FĂŒhrung und Disziplin. Ausreden werden dort nicht tragen; entscheidend sind klare PrioritĂ€ten, messbare Fortschritte und sichtbare Ergebnisse.

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