DAS NEUSTE

🏗️ Ende eines Giganten: Förderbrücke im Tagebau Jänschwalde kontrolliert gesprengt

💥 Sprengung in Jänschwalde: Am Donnerstag, 5. Februar 2026, ist die Abraumförderbrücke F60 im Tagebau Jänschwalde um 11:00 Uhr per kontrollierter Sprengung zu Boden gegangen. Der rund 500 Meter lange Stahlkoloss prägte über Jahrzehnte das Landschaftsbild der Lausitz; mehr als 10.500 Zuschauer verfolgten das Ereignis im Livestream. Damit endet ein prägendes Kapitel regionaler Bergbaugeschichte.

📊 Eckdaten aus vier Jahrzehnten: Die Förderbrücke war mehr als 45 Jahre im Einsatz, bewegte über 3,5 Milliarden Kubikmeter Abraum und legte nahezu 660 Millionen Tonnen Braunkohle frei. Technisch galt die F60 als einer der größten mobilen Industrieapparate der Welt; in Jänschwalde ragte die Konstruktion bis zu rund 80 Meter auf.

🔧 Rückbau und Zeitplan: Die Betreiber planen, die Anlage bis zum Herbst vollständig zu zerlegen und zu verschrotten.

💬 Reaktionen und Stimmung: Vor Ort und online wurde die Sprengung von zahlreichen Beobachtern begleitet; im Stream fielen Kommentare zwischen „Glück Auf“ und „Wieder ein Stück Osten verschwunden“.

🧮 Vorbehalt zur Stromangabe: Die Quelle nennt eine aus der freigelegten Kohle theoretisch ableitbare Strommenge von „660 Megawattstunden“ – eine Größenordnung, die offenkundig nicht plausibel wirkt und auf einen Rechen- oder Schreibfehler hindeutet.

🌬️ Strukturwandel und Perspektive: Perspektivisch sollen Wind- und Solarparks sowie die Bergbaufolgeseen Heinersbrücker, Jänschwalder und Taubendorfer See das Gebiet zwischen Cottbus und Forst prägen – ein Baustein des regionalen Strukturwandels.

🎯 Anspruch an die Umsetzung: Der angekündigte Umbau zur „Gigawatt-Factory“ setzt klare Signale, muss aber nun unter Beweis stellen, dass Planung, Genehmigung und Netzanschluss zügig gelingen und verlässliche Leistung bereitstellen. Für die Region bleibt entscheidend, dass Rückbau, Renaturierung und neue Investitionen nachvollziehbar, finanzierbar und beschäftigungswirksam umgesetzt werden. Die Erwartungen sind hoch – ebenso der Anspruch an nüchterne Prioritäten und solide Ergebnisse.

🗨️ Kommentar der Redaktion: Mit der Sprengung endet Symbolik, doch nun zählt belastbare Umsetzung. Planung, Genehmigung und Netzanschluss müssen ohne Ausflüchte und mit klarer Verantwortlichkeit erfolgen. Öffentliche Zusagen sind nur dann etwas wert, wenn sie sich in verlässlicher Leistung und nachweisbaren Ergebnissen niederschlagen. Kosten- und Terminstrenge sind kein Luxus, sondern Pflicht. Die Region braucht weniger Ankündigungen und mehr überprüfbare Schritte – nüchtern, solide, frei von Experimenten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Nachrichten

Folg uns

Folg uns auf Social Media

Verpasse keine News und Updates – folge uns jetzt!

Täglich aktuelle Nachrichten aus Zittau, der Oberlausitz und ganz Deutschland

Zittauer Zeitung | Echt. Lokal. Digital.