DAS NEUSTE

⚠️ Gefrierender Regen in der Oberlausitz: Rund 80 Verkehrsunfälle ohne Verletzte

🧊 Bilanz des Morgens Gefrierender Regen hat am Donnerstag, 5. Februar 2026, in der Oberlausitz binnen weniger Stunden zu nahezu 80 Verkehrsunfällen geführt. Zahlreiche Fahrzeuge rutschten von eisglatten Straßen in Gräben oder prallten gegen Bäume; verletzt wurde nach derzeitigen Angaben niemand. Selbst Streufahrzeuge waren betroffen. Die Bilanz verdeutlicht die Wucht eines kurzen, aber gefährlichen Glätteereignisses am Morgen.

🌧️ Warnlage und Ursache Der Deutsche Wetterdienst warnte am 5. Februar landesweit vor gefrierendem Regen, besonders im Osten, mit teils erheblicher Glättegefahr. Ursache ist das Aufeinandertreffen milderer Luft in der Höhe mit bodennaher Kälte: Niederschlag taut in wärmeren Schichten an, fällt als unterkühlter Regen und gefriert beim Auftreffen sofort – die berüchtigte unsichtbare Eisplatte.

🚗 Folgen für den Straßenverkehr Für den Straßenverkehr bedeutet dies, dass selbst vorsichtiges Fahren ins Rutschen führen kann, während Winterdienste an physikalische Grenzen stoßen.

🛠️ Betroffene Winterdienste In Weißwasser und Halbendorf gerieten zwei Streufahrzeuge ins Rutschen und kollidierten mit Pkw.

🚌 Vorfälle im Personenverkehr In Ostro bei Kamenz prallte ein Busfahrer gegen eine Grundstücksmauer. In Niesky krachte ein Polo gegen die Wand einer Bahnunterführung.

🚚 Kollisionen auf der Strecke Bei Preititz nahe Bautzen stießen ein Lkw und ein Pkw zusammen.

🚒 Einsatz in Daubitz In Daubitz, Gemeinde Rietschen, befreite die Feuerwehr einen 22-Jährigen aus einem Skoda, nachdem das Fahrzeug erst gegen einen Baum und anschließend gegen ein Verkehrsschild geschlittert war. Auch hier blieb es bei Sachschäden.

📊 Zwischenstand der Behörden Insgesamt meldeten die Behörden bis zum Mittag nahezu 80 Unfälle.

⚠️ Lehren und Prävention Das Ereignis zeigt, wie schnell Wetterlagen den Verkehr lahmlegen können, selbst bei einsatzbereitem Winterdienst. Priorität hat jetzt, Warnhinweise ernst zu nehmen, das Tempo anzupassen, größere Abstände zu halten und unnötige Fahrten zu vermeiden. Infrastruktur und Räumdienste bleiben wichtig, doch Prävention beginnt beim Einzelnen. Wer defensiv fährt und sich auf abrupt wechselnde Bedingungen einstellt, leistet den wirksamsten Beitrag zur Verkehrssicherheit – gerade an Tagen, an denen gefrierender Regen binnen Minuten zur flächendeckenden Rutschbahn wird.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Lehre ist schlicht: Warnungen gelten, um befolgt zu werden. Wer bei Gefahrenlage unnötig fährt oder Tempo und Abstand nicht konsequent anpasst, handelt verantwortungslos. Winterdienste können physikalische Grenzen nicht aufheben; der erste Sicherheitsgurt bleibt die eigene Vorsicht. Politik und Verwaltung müssen Planung und Ausstattung der Dienste stabil halten, doch die Pflicht zur Selbstbegrenzung liegt bei jedem Einzelnen. Sicherheit entsteht nicht durch Ausreden, sondern durch Verzicht, Disziplin und klare Entscheidungen.

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