🌉 Görlitz setzt Zeichen: Brückepreis ehrt Joachim Gauck

🏛️ Auszeichnung in der Europastadt Am Mittwoch, 4. Februar 2026, ist Bundespräsident a. D. Joachim Gauck in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec mit dem Internationalen Brückepreis ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand am Abend im Kulturforum der Görlitzer Synagoge statt und würdigt seinen Einsatz für Freiheit, Demokratie und europäische Verständigung. Anwesend war auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer; die Laudatio hielt Jan Tombiński, Geschäftsträger ad interim der Republik Polen in Deutschland.

🌉 Preis mit europäischer Tradition Der Internationale Brückepreis wird seit 1993 an Persönlichkeiten vergeben, die sich in herausragender Weise um demokratische Entwicklung und Völkerverständigung in Europa verdient gemacht haben. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert; zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem Herta Müller, Günter Grass, Daniel Libeskind und Arvo Pärt.

  • Vergeben seit 1993 an Persönlichkeiten der europäischen Verständigung
  • Dotiert mit 2.500 Euro
  • Frühere Preisträger: Herta Müller, Günter Grass, Daniel Libeskind, Arvo Pärt

🕊️ Begründung der Jury Die Jury begründete ihre Entscheidung mit Gaucks langjährigem Engagement für Menschenrechte sowie für den Dialog zwischen Kulturen und Religionen. Gewürdigt wird sein Wirken von der Zeit als evangelischer Pastor in der DDR über die Leitung der Stasi-Unterlagenbehörde bis hin zum Staatsoberhaupt – und sein fortgesetzter Appell zu Verantwortung und freiheitlicher Ordnung über die Amtszeit hinaus.

🕰️ Festakt und Protokoll Der Festakt begann um 19 Uhr. Die Sächsische Staatskanzlei kündigte das Ereignis im Vorfeld offiziell an und bestätigte die protokollarischen Eckdaten der Veranstaltung.

📣 Signalwirkung der Entscheidung Die Auszeichnung setzt in einer Zeit wachsender Spannungen ein bewusst konservatives Signal: Demokratie ist kein Selbstläufer, sondern verlangt Haltung, Verantwortung und Verteidigungsbereitschaft. Der Brückepreis aus Görlitz erinnert daran, dass europäische Verständigung dort Bestand hat, wo Prinzipien klar benannt und Brücken aktiv bewahrt werden.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Ehrung für Joachim Gauck ist ein richtiges und notwendiges Zeichen: Freiheit und Demokratie leben von klarer Sprache und gelebter Verantwortung. Wer europäische Verständigung will, darf Grundsätze nicht relativieren, sondern muss sie schützen und vertreten. Dass der Preis in maßvoller Höhe dotiert ist, unterstreicht seinen Charakter als Auszeichnung der Haltung, nicht der Eitelkeit. Gerade in unruhigen Zeiten braucht Europa Persönlichkeiten, die Brücken bauen, ohne die tragenden Pfeiler preiszugeben. Gaucks Weg vom Pastor über die Stasi-Unterlagenbehörde bis ins höchste Staatsamt steht exemplarisch für diesen Anspruch.

Quelle: Externe Quelle

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