🚰 Elbwasser-Streit: Sachsen bremst Transferpläne nach Berlin

🚰 Sachsen bremst Elbwasser Umleitung Sachsens Umweltminister Georg‑Ludwig von Breitenbuch von der CDU bremst Pläne, Elbwasser in die Spree und damit nach Berlin umzuleiten. Als Vorsitzender der Umweltministerkonferenz will er das Thema im Mai 2026 in Leipzig aufrufen; eine Entscheidung erwartet er frühestens 2027. Auch Sachsen‑Anhalt signalisiert Widerstand.

🌊 Hintergrund Wasserhaushalt der Spree Seit Jahrzehnten stabilisiert sogenanntes Sümpfungswasser aus Lausitzer Braunkohletagebauen die Spree. Mit dem Kohleausstieg entfallen diese Zuflüsse mit Folgen für Spreewald, Industrie und die Berliner Trinkwasserversorgung. Deshalb wird seit 2024 verstärkt diskutiert, Elbwasser in das Spree‑System einzuspeisen, um drohende Engpässe abzufedern.

🛠️ Das diskutierte Projekt Im Gespräch steht ein Transfer von etwa 3.000 Litern pro Sekunde über einen rund 40 Kilometer langen Tunnel von der Elbe bei Bad Schandau zur Talsperre Bautzen, insgesamt etwa 150 Millionen Kubikmeter pro Jahr.

  • Fördermenge rund 3.000 Liter pro Sekunde
  • Tunneltrasse etwa 40 Kilometer von der Elbe bei Bad Schandau zur Talsperre Bautzen
  • Jahresvolumen etwa 150 Millionen Kubikmeter

⚠️ Bedenken und Risiken Von Breitenbuch warnt vor häufigem Niedrigwasser der Elbe und möglichen Schäden für Grundwasser, Ökosysteme, Landwirtschaft und Industrie. Alternativen wie Oder oder Neiße bezeichnet er lediglich als theoretisch.

🧩 Politische Dimension und Verteilung Der Konflikt berührt die Grundsatzfrage der Wasserpolitik, wie knappe Ressourcen fair zwischen Ländern, Regionen und Sektoren verteilt werden und wer ökologische Risiken sowie Kosten trägt.

📊 Nächste Schritte und Voraussetzungen Nötig sind belastbare hydrologische Daten, transparente Folgekosten‑ und Folgenabschätzung sowie ein Bund‑Länder‑Kompromiss, der Versorgungssicherheit, Naturverträglichkeit und wirtschaftliche Planbarkeit in Einklang bringt. Der politische Ton ist gesetzt; nun entscheidet die Sacharbeit.

🗨️ Kommentar der Redaktion Großprojekte dieser Art dulden keinen Aktionismus. Ohne robuste Daten und eine ehrliche Folgen‑ und Folgekostenbilanz darf es kein grünes Licht geben. Die Vorbehalte aus Sachsen und Sachsen‑Anhalt sind legitim und wiegen schwerer als kurzfristige Begehrlichkeiten. Wer zusätzliche Versorgungssicherheit verlangt, muss auch ökologische Risiken und finanzielle Lasten tragen. Konservative Vernunft heißt hier klarer Prüfauftrag zuerst, Entscheidung danach.

Quelle: Externe Quelle

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