🌍 Europa im Stresstest: Merz fordert mehr Eigenständigkeit und einen Schub für den Kapitalmarkt

📰 Nüchterner Befund beim Börsenempfang Beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse in Eschborn am 2. Februar 2026 zeichnete Bundeskanzler Friedrich Merz ein nüchternes Bild der Weltlage. He sprach von einer „tiefen Zäsur“ und einem „Epochenbruch“ und verband dies mit einem politischen Auftrag: Europa müsse eigenständiger handeln und ökonomisch handlungsfähiger werden. Als Hebel nannte er einen gemeinsamen europäischen Kapitalmarkt.

🌍 Epochenbruch und geopolitischer Kontext Merz ordnete seine Botschaft in eine Wirklichkeit ein, in der Großmächte wieder unverblümt Machtpolitik betreiben und Regeln missachten. Ein souveränes, freies und wirtschaftlich prosperierendes Europa erfordere mehr Verteidigungsfähigkeit, technologische Unabhängigkeit und bessere Standortbedingungen. Nostalgie sei kein Ratgeber; die transatlantischen Beziehungen hätten sich verändert, ohne dass daraus Abhängigkeit folgen dürfe. Deutschland komme eine Schlüsselrolle zu.

📈 Kapitalmarktunion als Wachstumshebel Konkret drängt Merz auf eine Kapitalmarktunion mit belastbarer Finanzmarktinfrastruktur, damit wachstumsstarke Unternehmen in Europa an die Börse gehen – anstatt, wie Biontech 2019, in den USA zu listen.

🏛️ Stagnierende Reformen in der EU Die EU ringt seit Jahren um einen gemeinsamen Kapitalmarkt; die Fortschritte stocken. Merz will das Thema Wettbewerbsfähigkeit beim EU-Sondergipfel am 12. Februar nach vorn ziehen und der Entlastung durch Bürokratieabbau Priorität geben.

🇩🇪 Rolle Deutschlands und Standortbedingungen Deutschland kommt in diesem Kurs eine Schlüsselrolle zu. Gefordert sind bessere Standortbedingungen, um Souveränität durch Stärke, technologische Unabhängigkeit, Kapitalmarkttiefe und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

🧭 Handlungsfelder im Überblick

  • Kapitalmarktunion mit einheitlichen und belastbaren Regeln
  • Bürokratieabbau und verbesserte Standortbedingungen
  • Mehr Verteidigungsfähigkeit
  • Technologische Unabhängigkeit

Fazit und Ausblick Die Linie ist klassisch-konservativ: Souveränität durch Stärke, Kapitalmarkttiefe und Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend wird sein, ob die Ankündigungen kurzfristig in Regelwerk und Institutionen münden. Ohne spürbare Entlastung, vereinheitlichte Kapitalmarktregeln und realistische Industriepolitik bleibt der Ruf nach Eigenständigkeit Programm – aber noch keine Praxis.

🗨️ Kommentar der Redaktion Merz setzt die richtigen Schwerpunkte: Europa braucht eine Kapitalmarktunion und spürbaren Bürokratieabbau, nicht weitere Ankündigungen. Transatlantische Bindung ja, aber ohne Abhängigkeit – Selbstbehauptung ist Gebot der Stunde. Deutschland muss führen und die Hebel jetzt umlegen, statt auf langwierige Konsensrituale zu warten. Die Geduld mit stockenden EU-Prozessen ist aufgebraucht; das Zeitfenster ist eng. Entscheidend sind messbare Ergebnisse und investitionsfähige Regeln – Unternehmen brauchen Kapital und Klarheit, keine neuen Papierreformen.

Quelle: Externe Quelle

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