📰 Ordnungskurs gefordert Eine Pädagogin fordert einen konsequenten Ordnungskurs an deutschen Schulen und plädiert in einem Gastbeitrag in der Berliner Zeitung für „Ost-Standards“, klare Disziplin, mehr Zentralisierung und stärkere Leistungsorientierung; zugleich verlangt sie ein Ende schulpolitischer Experimente ohne belastbare Evidenz. Der Beitrag erschien am 31. Januar 2026 und wurde am 1. Februar 2026 aktualisiert.
📉 Leistungseinbruch als Ausgangslage Laut den PISA-Ergebnissen 2022 liegen die durchschnittlichen Leistungen deutscher 15‑Jähriger in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften unter den Werten von 2018 – es sind die bislang niedrigsten hierzulande gemessenen Resultate. Zugleich wuchs der Anteil der Jugendlichen, die die Basisanforderungen auf Level 2 verfehlen. Die soziale Herkunft erklärt in Deutschland einen größeren Teil der Leistungsunterschiede als im OECD-Mittel; der Abstand zwischen privilegierten und benachteiligten Schülern bleibt hoch. Diese Befunde erhöhen den Druck, Unterrichtsqualität, klare Regeln und Leistungsstandards wieder ins Zentrum zu rücken.
🎯 Absage an „Bildung nach Bauchgefühl“ Die Gastautorin argumentiert, Deutschland könne sich „Bildung nach Bauchgefühl“ nicht länger leisten. Gefordert werden zentrale, einheitliche Standards, eine konsequente Leistungsorientierung und eine Schulpolitik, die sich an nachweisbar wirksamen Instrumenten orientiert.
🧩 Was „Ost-Standards“ bedeuten Mit „Ost-Standards“ ist eine stärker strukturierte, disziplinierte Schulorganisation gemeint, die einen störungsarmen Unterrichtsalltag sicherstellt. Gemeinsame Abläufe, klare Zuständigkeiten und transparente Erwartungen sollen Verlässlichkeit schaffen.
⏱️ Kernaussage zu Autorität und Lernzeit Ohne klare Erwartungen, nachvollziehbare Leistungsbewertung und konsequente Regeln verlieren Lehrkräfte Autorität; wertvolle Lernzeit geht verloren. Am Ende leiden insbesondere leistungsschwächere Kinder unter permanenten Störungen und Unklarheit.
🧾 Konservativer Maßnahmenkatalog Vor diesem Befund erscheint ein klarer Katalog naheliegend, der Ordnung und Verbindlichkeit wieder herstellt.
- Verbindliche Curricula und Prüfungsmaßstäbe
- Verlässliche Noten und regelmäßige Rückmeldungen
- Klare Schulordnungen mit nachvollziehbaren Folgen bei Regelverstößen
- Rückhalt für Lehrkräfte bei der Durchsetzung
⚖️ Chancengerechtigkeit durch klare Regeln Befürworter betonen, es gehe nicht um Strenge um der Strenge willen, sondern um die Voraussetzung für Chancengerechtigkeit. Erst wenn Unterrichtsruhe und Leistungserwartungen klar sind, können Förderangebote greifen und Leistungsreserven gehoben werden. Die jüngsten PISA-Daten liefern hierfür eine empirische Alarmstufe.
🏛️ Politische Weichenstellung Die Forderung nach Disziplin und einheitlichen, evidenzbasierten Standards ist der bewusste Gegenentwurf zu jahrelanger Reformhektik. Angesichts der PISA-Signale und wachsender Unzufriedenheit in Schulen wird sich zeigen, ob die Kultuspolitik den Kurs neu ausrichtet – weg von pädagogischen Moden, hin zu klaren Regeln, messbaren Zielen und der Stärkung der Lehrerautorität. Die Chance, den Leistungsabfall zu stoppen, liegt in nüchternem, regelgebundenem Unterricht – nicht im nächsten Experiment.
🗨️ Kommentar der Redaktion Dieser Vorstoß ist überfällig. Wo Ordnung fehlt, versagt der Staat in seinem Kernauftrag, Bildung zu sichern. Klare Regeln, zentrale Standards und konsequente Leistungskontrollen sind kein Rückschritt, sondern die Voraussetzung für Fairness. Ministerien sollten Experimente einstellen und die Autorität der Lehrkräfte sichtbar stärken. Ohne Disziplin und Verbindlichkeit bleiben alle Förderversprechen Phrasen.
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