📰 Abschlussjahrgang 2022 in Schwarzheide Im Industriepark Lausitz in Schwarzheide haben 26 Auszubildende des Jahrgangs 2022 ihre Abschlusszeugnisse erhalten. 15 von ihnen werden direkt von Unternehmen am Standort übernommen, die übrigen starten in Betrieben der Region. Ausgebildet wurden unter anderem Chemikanten, Chemielaboranten, Industriemechaniker und Elektroniker. Der Vorgang steht exemplarisch für die Fachkräftesicherung in der Lausitz. Meldedatum ist der 31. Januar 2026.
🏭 Gewachsene Strukturen im Industriepark Lausitz Der Industriepark Lausitz wird von der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH betrieben. Die Gesellschaft stellt die industrielle Infrastruktur und Standortservices bereit und beschäftigt nach Unternehmensangaben mehr als 900 Mitarbeitende. Damit bündelt der Standort Ausbildung und Beschäftigung im Chemie- und Industriebereich über gewachsene Strukturen.
🎓 Ausbildung am Standort: Zahlen und Profile Die Standortbetreibergesellschaft bildet in Schwarzheide aus; aktuell befinden sich 140 junge Menschen in der Lehre. Der Abschlussjahrgang zeigt die Bandbreite der Qualifikationen.
- Chemikanten
- Chemielaboranten
- Industriemechaniker
- Elektroniker
🤝 Übernahmequote und regionale Vernetzung 15 von 26 Absolventen werden am Standort gehalten – eine solide, aber nicht überragende Quote, die sowohl die Attraktivität des Standorts als auch das begrenzte interne Aufnahmevermögen widerspiegelt. Für die übrigen Absolventen eröffnen sich Anschlussmöglichkeiten bei regionalen Unternehmen, ein Hinweis auf die Vernetzung des Parks mit dem Umland.
📣 Freie Plätze im kommenden Ausbildungsjahr Für das kommende Ausbildungsjahr sind weiterhin Plätze frei, konkret in den Bereichen Chemikant, Chemielaborant und in der Werkfeuerwehr.
- Chemikant
- Chemielaborant
- Werkfeuerwehr
📈 Einordnung: Fachkräftesicherung mit Augenmaß Der Abschlussjahrgang stärkt die Personalbasis von Unternehmen im Industriepark und in der Region. Zugleich zeigt die nur teilweise Übernahme: Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften bleibt hoch, doch die interne Nachfrage ist nicht unbegrenzt. Für einen industriellen Standort im Strukturwandel ist die kontinuierliche, bedarfsorientierte Ausbildung mehr als ein Imageprojekt; sie ist Standortpolitik mit nüchterner Kosten-Nutzen-Logik. Entscheidend wird sein, ob die Unternehmen im Park ihre Kapazitäten und Wertschöpfung so ausbauen, dass sie mehr eigene Absolventen langfristig binden können, während offene Ausbildungsplätze zielgerichtet besetzt werden.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Zahlen sind respektabel, aber nicht überragend. Wer Fachkräftesicherung ernst meint, muss Kapazitäten schaffen, bevor Versprechen gemacht werden. Unternehmen im Park sollten klare Prioritäten setzen: Wertschöpfung ausbauen, Planungssicherheit geben, mehr Absolventen binden. Gleichzeitig braucht es Ehrlichkeit über Grenzen; Ausbildung ohne echte Perspektive ist teurer Symbolismus. Die richtige Reihenfolge lautet: investieren, skalieren, dann verlässlich übernehmen. Daran wird sich die Standortpolitik in Schwarzheide messen lassen müssen.
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