🇪🇺 Lanz plädiert für gezielte Anwerbung junger Afrikaner – Streit über Europas Kurs und Wehrpflicht

📰 Podcast-Debatte im Überblick Am 30. Januar 2026 warb Markus Lanz im gemeinsamen Podcast „Lanz & Precht“ für eine selbstbewusste europäische Strategie: Europa solle junge Afrikaner gezielt einladen, etwa zum Studium an Spitzenuniversitäten in München oder Aachen. Richard David Precht setzte im selben Gespräch andere Schwerpunkte und problematisierte sicherheitspolitische Fragen.

🌍 Strategischer Hintergrund Ausgangspunkt der Debatte war der künftige Kurs Europas gegenüber den USA und anderen Mächten. Precht warnte vor symbolischer Unterwürfigkeit und plädierte dafür, Europa neu zu denken – jenseits reiner Nostalgie auf den „alten Wertewesten“. Lanz verwies dabei auf den Ökonomen Rüdiger Bachmann: Wer Europa neu aufstelle, müsse den globalen Süden und damit Partnerschaften mit afrikanischen Ländern von Beginn an mitdenken.

🎓 Gezielte Einladungspolitik Lanz’ Kernthese lautet, Europa solle junge Afrikaner ausdrücklich als Talente adressieren, die an europäischen Hochschulen ausgebildet werden und zum beiderseitigen Nutzen beitragen können. Ein solches Angebot mache sichtbar, „was wir zu bieten haben“, und stärke europäische Souveränität durch Attraktivität und Leistung.

🛡️ Sicherheitsfokus von Precht Precht wollte die Debatte nicht in erster Linie ökonomisch führen. Er lenkte den Blick auf die Frage, wie handlungsfähig Europa sicherheitspolitisch ist und ob Solidarität im Ernstfall tragfähig wäre.

🪖 Wehrpflicht im Kontext Im Zuge der in Deutschland diskutierten Wehrpflicht betonte Precht, eine Wiedereinführung diene vor allem einem Mentalitätswechsel und nicht dem schnellen Auffüllen von Truppen. Zudem seien Einsätze von Wehrpflichtigen rechtlich eng begrenzt.

🧩 Steuerung statt Zufall Der Vorstoß zielt auf legale, qualifizierte Zuwanderung über Bildungspartnerschaften statt ungeregelter Migration. Er folgt einer realpolitischen Linie, die Chancen nutzt und zugleich Bedingungen formuliert:

  • Auswahl nach Eignung
  • Klare Erwartungen an Integration
  • Rückkehr- und Bindungsinstrumente
  • Belastbare Kooperationen mit Herkunftsländern

🔗 Attraktivität und Handlungsfähigkeit koppeln Prechts Einwand bleibt zentral: Eine Öffnungsagenda trägt nur, wenn Europa sicherheitspolitisch verlässlich ist und seine Rechtsrahmen durchsetzt. Talente anwerben und zugleich Wehr- und Bündnisfähigkeit klären – das eine ersetzt das andere nicht. Wer beides zusammendenkt, koppelt humane Attraktivität an staatliche Handlungsfähigkeit.

📌 Konservative Messlatte Genau dort verläuft die Messlatte eines konservativen Ansatzes: Chancen ermöglichen, Risiken begrenzen, Regeln durchsetzen. In diesem Spannungsfeld wird sich entscheiden, ob aus der Einladungspolitik ein tragfähiges europäisches Projekt wird oder eine wohlklingende Idee ohne strukturelle Unterfütterung.

🗨️ Kommentar der Redaktion Europas Angebot muss geführt, nicht getrieben sein. Wer Talente einlädt, braucht klare Kriterien, belastbare Rückkehr- und Bindungsmechanismen und die Bereitschaft, Regeln zu vollstrecken. Ohne glaubwürdige Sicherheits- und Bündnisfähigkeit bleibt jede Öffnungspolitik ein leeres Versprechen. Bildungspartnerschaften sind sinnvoll, wenn sie Leistung belohnen und strategische Partnerschaften mit Afrika ordnungspolitisch absichern. Maßstab bleibt: erst Handlungsfähigkeit, dann Großworte.

Quelle: Externe Quelle

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