đ° Beschluss in Bautzen Der Stadtrat hat am 28. Januar 2026 entschieden, die stĂ€dtische Förderung fĂŒr das soziokulturelle Zentrum Steinhaus auf dem Stand des Jahres 2025 zu belassen â und das fĂŒr drei Jahre. Durchgesetzt wurde der Beschluss mit knapper Mehrheit auf Antrag des BĂŒrgerbĂŒndnis Bautzen. Geplant war zudem, den Haushalt fĂŒr 2026 noch am selben Abend zu verabschieden.
đ Inhalt der Entscheidung Mit dem Votum gegen eine Aufstockung folgt der Stadtrat nicht dem Vorschlag der Verwaltung, die eine jĂ€hrliche Erhöhung um rund 5.800 Euro vorgesehen hatte. Stattdessen werden die Mittel auf dem Niveau von 2025 festgeschrieben â befristet auf drei Jahre.
đ§ Initiative und Verfahren Der Gegenantrag des BĂŒrgerbĂŒndnis Bautzen gab die Richtung vor und setzte sich knapp durch. Die Entscheidung fiel nach Debatte im Stadtrat und steht in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Verabschiedung des stĂ€dtischen Gesamthaushalts 2026.
đ« Nicht angenommene AntrĂ€ge Drei AntrĂ€ge der AfD fanden keine Mehrheit. Darunter war die Forderung, den Zuschuss fĂŒr das Streetworkprojekt Pro Chance zu streichen.
đ Was das Steinhaus leistet Das Steinhaus wird seit 1995 vom gemeinnĂŒtzigen Steinhaus e. V. betrieben. Als soziokulturelles Zentrum bĂŒndelt es Kultur- und Bildungsangebote, Jugend- und Sozialarbeit sowie Beratung und unterstĂŒtzt damit das gesellschaftliche Leben in Bautzen. Das Haus versteht sich als offener Ort der Begegnung fĂŒr Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
đ¶ Finanzpolitische Einordnung Die Entscheidung folgt einer zurĂŒckhaltenden Linie: Planungssicherheit ja, zusĂ€tzliche Mittel nein. FĂŒr das Steinhaus bedeutet dies, die Arbeit in den kommenden drei Jahren mit der bisherigen stĂ€dtischen UnterstĂŒtzung fortzufĂŒhren. Strukturelle Mehrbedarfe werden durch den Zuschuss nicht abgefedert. Wie stark die Festschreibung im Zusammenspiel mit dem Gesamtetat wirkt, hĂ€ngt von der endgĂŒltigen Haushaltsverabschiedung ab.
đ NĂ€chste Schritte Ăber den stĂ€dtischen Gesamthaushalt fĂŒr 2026 sollte im Anschluss an die Debatte noch am selben Abend entschieden werden. Davon hĂ€ngt ab, wie die Festschreibung im Gesamtetat wirkt.
đšïž Kommentar der Redaktion Der Verzicht auf eine pauschale Aufstockung ist richtig: Subventionen dĂŒrfen nicht automatisch wachsen. Wer zusĂ€tzliche Mittel verlangt, muss zwingend und transparent begrĂŒnden â bloĂe Routine reicht nicht. Die knappe Mehrheit setzt das notwendige Signal von VerlĂ€sslichkeit ohne Ausweitung. Die gescheiterten KĂŒrzungsantrĂ€ge Ă€ndern daran nichts: MaĂ und Mitte bedeuten, Bestehendes stabil zu halten und ZusatzwĂŒnsche zurĂŒckzustellen. Jetzt muss der Haushalt diese Linie bestĂ€tigen und klare PrioritĂ€ten setzen.
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