🏭 Würth fordert neue Leistungsethik: Unternehmer warnt vor nachlassender Arbeitsmoral

📰 Kernaussage Der 90-jährige Unternehmer Reinhold Würth kritisiert in einem Interview vom 27. Januar 2026 die aktuelle Arbeitskultur in Deutschland, fordert eine Rückbesinnung auf das Leistungsprinzip und hält das Nachholen von auf Wochenenden fallenden Feiertagen für ökonomisch unsinnig. Seine zentrale Mahnung lautet, Deutschland müsse wieder fleißiger werden, um Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand zu sichern.

👤 Hintergrund Würth zählt zu den prägenden Unternehmern der Bundesrepublik. Vom Hohenlohekreis aus baute er einen Weltmarktführer für Befestigungs- und Montagetechnik auf und ist bis ins hohe Alter unternehmensnah aktiv. Seine Einlassungen fügen sich in die anhaltende Debatte um Produktivität, Arbeitszeiten und den Standort ein.

⚙️ Leistungsprinzip im Fokus Im Zentrum seiner Aussagen steht die klare Priorität für Wertschöpfung. Würth fordert, Leistung wieder stärker zu honorieren und Ansprüche zurückzufahren. Fleiß und Einsatzbereitschaft seien Voraussetzung, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren.

📊 Drei Kritikpunkte Würth benennt drei zentrale Befunde: Erstens wird international teils bei niedrigeren Löhnen länger gearbeitet, was die verbreitete Bequemlichkeit hierzulande widerlege. Zweitens falle die Krankheitsquote in Deutschland höher aus als in anderen Industrieländern. Drittens habe sich die Work-Life-Balance immer mehr in Richtung Life-Balance verschoben.

📅 Feiertage und Wertschöpfung Forderungen, auf Wochenenden fallende Feiertage grundsätzlich nachzuholen, deutet er als Zeichen eines verfehlten Verständnisses von Wertschöpfung. Solche Signale stünden im Widerspruch zu einer leistungsorientierten Kultur.

⚠️ Warnung vor Niedergang Insgesamt sieht Würth Deutschland an der Kante vom Sein zum Vergehen. Er warnt vor einem Niedergang, der sich nur schwer rückgängig machen lasse—auch, weil jüngere Beschäftigte von Babyboomer-Eltern zu sehr verwöhnt worden seien.

🏋️ Persönliches Beispiel Als Gegenakzent verweist Würth auf seine persönliche Disziplin: Er arbeitet und trainiert weiterhin täglich.

🧭 Fazit und Ausblick Würths Befund ist eine konservative Standortwarnung: Mehr Leistung, weniger Anspruchshaltung und eine klare Priorität für Wertschöpfung. Seine Thesen schärfen die Auseinandersetzung darüber, wie Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und sozialer Ausgleich neu austariert werden. Politik und Tarifpartner werden die Zahlen zu Arbeitszeit und Krankheitsquote prüfen müssen; der Impuls ist unmissverständlich: Ohne höhere Einsatzbereitschaft droht langfristig Substanzverlust.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Diagnose ist unbequem, aber notwendig. Ohne eine klare Rückkehr zum Leistungsprinzip verliert Deutschland an Schubkraft. Das Nachholen von Feiertagen sendet das falsche Signal und verkennt den Kern der Wertschöpfung. Anspruchsdenken darf nicht länger die Arbeitsethik überlagern; Fleiß und Verbindlichkeit müssen wieder Norm sein. Politik und Tarifpartner sollten Anreize so setzen, dass Leistung sich lohnt und Fehlentwicklungen korrigiert werden.

Quelle: Externe Quelle

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