🚨 Lagebild und Alarmruf Die Berliner Polizeiführung schlägt Alarm: Immer mehr Bewerber scheitern an den Deutschtests, ein Großteil bereits im frühen Computertestverfahren. Die Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel spricht von einem „erheblichen Problem“ der Sprachkompetenz, unabhängig von Nationalitäten. Gleichzeitig bleiben die Anforderungen unverändert hoch; Abstriche werden abgelehnt. Das Thema wurde am 26. Januar 2026 im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses adressiert.
🧩 Auswahlverfahren unter Druck Nach Angaben der Führung fallen viele Kandidaten bereits in der schriftlichen Vorprüfung durch; in rund 80 Prozent der Fälle sind mangelnde Deutschkenntnisse ausschlaggebend. Die Leitung betont, dass eine Absenkung der Hürden nicht infrage kommt. Erfahrungsgemäß führen niedrigere Einstiegsanforderungen zu höheren Abbruchquoten in der Ausbildung.
📉 Unterbesetzte Ausbildung 2025 Die Folgen sind sichtbar: 2025 konnten von 1.224 Ausbildungsplätzen nur 936 besetzt werden. Der Befund markiert eine Lücke, die trotz aktiver Anstrengungen nicht geschlossen wurde. Berlin konkurriert zugleich im Werben um Auszubildende mit Bundesbehörden und der Bundespolizei, die Talente sind knapp, der Anspruch bleibt hoch.
🗣️ Sprache als Kernkompetenz Sprachsicherheit ist Grundvoraussetzung polizeilicher Arbeit. Sie entscheidet von der Erstansprache in Konfliktsituationen über präzise Protokolle bis hin zu belastbaren Berichten für Staatsanwaltschaften und Gerichte über Deeskalation, Beweisqualität und Rechtsstaatlichkeit. Ohne verlässliche Deutschkenntnisse ist professionelle Polizeiarbeit nicht dauerhaft möglich.
🛠️ Unterstützung ja, Standards bleiben Um die Lücke zu mindern, bietet die Berliner Polizei freiwillige Deutsch-Nachhilfekurse an. Gleichwohl blieb die Klasse 2025 unterbesetzt: 936 von 1.224 Plätzen wurden gefüllt. Die Entwicklung ist, so die Präsidentin, Ausdruck sinkender schulischer Bildungserfolge – ohne pauschale Schuldzuweisung an einzelne Schulen.
🧭 Struktureller Handlungsbedarf Die anhaltenden Defizite verdeutlichen die strukturelle Dimension des Problems. Nötig sind verlässliche Lagebilder zu Ursachen und zu den Folgen für Einsatzqualität und die Belastung der Bestände. Schulen, Polizei und Politik müssen Sprachkompetenz konsequent fördern – etwa durch verbindliche Vorkurse, strengere Nachschulungen und klare Durchfallkriterien.
✅ Fazit Konservative Nüchternheit ist gefragt: Ohne solide Deutschkenntnisse gibt es keinen tragfähigen Polizeiberuf – nicht auf der Straße, nicht im Verfahren, nicht vor Gericht. Der Staat darf seine Standards nicht dem Bewerbermarkt anpassen. Wer Sicherheit ernst nimmt, stärkt Deutsch als Arbeitswerkzeug und hält die Messlatte oben.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Fakten sprechen für sich: Sprachkompetenz ist im Polizeiberuf nicht verhandelbar. Besser unbesetzte Stellen als abgesenkte Standards – alles andere schwächt Einsatzqualität und Rechtsstaatlichkeit. Verbindliche Vorkurse, harte Nachschulungen und klare Konsequenzen bei Nichtbestehen sind überfällig. Politik und Bildungssystem müssen liefern, statt Erwartungen herunterzuschrauben. Nationalität ist hier nicht der Punkt, Leistungsfähigkeit schon.
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