🌨️ Lageüberblick Sachsen blickt einem kritischen Winterabschnitt entgegen: Für Sonntagabend, 25. Januar 2026, bis in den Montag hinein werden je nach Region gefrierender Regen mit Glatteis sowie Neuschnee erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor verbreitet schwierigen Fahr- und Gehbedingungen, örtlich mit Unwetterpotenzial. Besonders östlich der Elbe droht gefährlicher Eisüberzug, während in westlichen Landesteilen eher Schnee fällt. Die Lage ist dynamisch und wird fortlaufend neu bewertet.
🛰️ Meteorologischer Hintergrund Meteorologisch trifft kalte, zunächst trockene Festlandsluft auf von Süden einlaufende Niederschläge eines kleinräumigen Tiefs. Das Zusammenspiel begünstigt in Bodennähe Temperaturen um oder unter 0 Grad, während in der Höhe mildere Luft einströmt – ein klassisches Setup für gefrierenden Regen. Vor dem Eintreffen der Front herrscht vielerorts leichter Dauerfrost, die Böden sind entsprechend ausgekühlt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit abrupt einsetzender Glätte, sobald die Niederschläge Sachsen erreichen.
🕒 Zeitlicher Ablauf Ab dem späten Sonntagabend ziehen von Süden her Niederschläge auf. Je nach Mikroklima und Höhenlage fällt zunächst Sprühregen oder Schneegriesel; in Teilen des Elbeumfelds und östlich davon ist gefrierender Regen mit flächiger Glatteisbildung möglich. In den westlichen und mittleren Regionen – von Nordsachsen über den Leipziger Raum, Mittelsachsen bis ins Vogtland – überwiegt die Schneephase.
📏 Mengen und Verteilung Für die Schneegebiete werden in der Nacht und am Montag tendenziell wenige Zentimeter, lokal 2 bis 8 Zentimeter Neuschnee erwartet. Wo gefrierender Regen dominiert, ist nicht die Niederschlagsmenge, sondern die Eisauflage das Hauptproblem – mit entsprechend hoher Rutsch- und Unfallgefahr. Die Warnlage wird als unsicher eingestuft und kann sich mit neuen Modellläufen verschieben.
🛣️ Verkehr und Infrastruktur Bei Glatteis sind kurzfristige Einschränkungen auf Bundes- und Landstraßen, an Steigungsstrecken sowie an Brücken wahrscheinlich. Räum- und Streudienste müssen flexibel reagieren; Verkehrsbetriebe sollten mit Betriebsanpassungen rechnen. Eisansatz kann zudem Bäume und Leitungen belasten – punktuelle Störungen sind nicht auszuschließen.
⚠️ Verhaltensempfehlungen Vorsorge und umsichtiges Handeln können Unfälle vermeiden.
- Fahrten nach Möglichkeit verschieben.
- Tempo reduzieren und größere Abstände einhalten.
- Winterausrüstung prüfen.
- Fußgänger sollten rutschfeste Sohlen nutzen.
- Hauszugänge rechtzeitig abstumpfen.
🔎 Ausblick und Fazit Sachsen steht vor einer witterungstechnisch zweigeteilten Nacht: Glatteisgefahr im Osten, Neuschnee im Westen – beides mit erheblichem Störpotenzial für Verkehr und Alltag. Bis zur Entwarnung empfiehlt sich zurückhaltende Mobilität und enges Verfolgen der amtlichen Hinweise. Vorsicht und Vorbereitung sind jetzt die besten Verbündeten.
🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Lage verlangt Disziplin statt Leichtsinn. Wer heute Abend unbedingt fahren muss, trägt Verantwortung für sich und andere. Es braucht keine heroischen Alltagsfahrten, sondern ein Innehalten, bis die Gefahr vorüber ist. Behörden und Betriebe sollten klare Prioritäten setzen, Sicherheit vor Bequemlichkeit. Wer jetzt vorsorgt, handelt vernünftig; wer warnt, übertreibt nicht.


