🚌 Start des Regelbetriebs Zittau hat am 21. Januar 2026 den regulären Betrieb von Elektro-Stadtbussen aufgenommen. Betreiber DB Regio Bus Ost stellt vier neue Fahrzeuge in Dienst; investiert wurde ein Millionenbetrag. Die Busse wurden am Mittwoch offiziell getauft, eines davon trägt nun den Namen „Fastentuch“.
⚡ Bewusster Einstieg mit Signalwirkung Die Inbetriebnahme erfolgt ab sofort und setzt ein sichtbares Zeichen, zugleich bleibt der Schritt bewusst klein gehalten.
🔋 Technische Eckdaten und Ladestrategie Die vier E-Busse verfügen laut Betreiber über eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern und werden über Nacht geladen. Das setzt auf ein klassisches Depotladeszenario mit planbaren Umläufen und stabilen Ladefenstern.
🎉 Taufakt und Beteiligte Bei der Taufe war Landrat Stephan Meyer zugegen; er gab einem Fahrzeug den Namen „Fastentuch“.
🗺️ Einordnung im Freistaat Die Einführung in Zittau fügt sich in eine breitere Elektrifizierungswelle im Freistaat ein. Auf Landesebene gehen Kommunen und Aufgabenträger schrittweise in Vorleistung, teils mit ambitionierten Quoten. Der Landkreis Zwickau hat im laufenden Verkehrsvertrag 2026 den Anteil elektrischer Fahrleistungen deutlich ausgeweitet und setzt damit einen Maßstab für andere Projekte.
🚫 Begrenzter räumlicher Umfang Über den Stadtverkehr hinaus sind zusätzliche E-Busse im südlichen Teil des Landkreises Görlitz derzeit nicht vorgesehen.
🔎 Belastungstest im Alltag Für die Bewertung zählt nun, wie sich der Betrieb im Alltag bewährt. Wichtige Kriterien sind:
- Pünktlichkeit
- Wintertauglichkeit
- Reichweitenstabilität mit Heizung und Fahrgastlast
- Verlässlichkeit der Ladeinfrastruktur
💶 Kosten und Transparenz Ebenso wichtig bleibt die Kostenperspektive: Erst belastbare Daten zu Lebenszykluskosten, Werkstattaufwand und Energiepreisen zeigen, ob der leise Betrieb im Alltag auch wirtschaftlich trägt. Transparente Kennzahlen nach der Anlaufphase wären ein notwendiger nächster Schritt – für die Fahrgäste ebenso wie für Steuerzahler und Entscheidungsträger.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung für vier Fahrzeuge ist richtig: klein, kontrolliert, überprüfbar. Erweiterungen dürfen erst folgen, wenn Pünktlichkeit, Wintertauglichkeit und Reichweitenstabilität unter Realbedingungen belegt sind. Öffentliche Mittel verlangen strikte Kostenkontrolle; ohne transparente Lebenszykluskosten und klare Kennzahlen ist jeder weitere Schritt verfrüht. Der Maßstab liegt hoch, nicht zuletzt durch die ambitionierten Quoten andernorts. Technikbegeisterung ersetzt keine belastbaren Ergebnisse – Zittau muss liefern, bevor es größer denkt.


