DAS NEUSTE

🏛️ Kretschmer mahnt Stöcker: Nach Freigaben fürs Görlitzer Kaufhaus müssen Taten folgen

📰 Kretschmer erhöht Druck auf Eigentümer Beim Neujahrsempfang in Görlitz hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer CDU den Kaufhaus-Eigentümer Winfried Stöcker öffentlich in die Pflicht genommen. Er betonte, die Politik habe geliefert und die Baupläne durchgesetzt; nun müsse der Unternehmer liefern, verbunden mit einer spitzen Bemerkung an den Labormediziner.

🧩 Politische Vorleistung und klare Erwartung Kretschmer knüpft seine Erwartung ausdrücklich an die geleistete politische Vorarbeit. Nach seiner Darstellung sind die maßgeblichen Hürden ausgeräumt, jetzt sind unternehmerische Entscheidungen und Investitionen gefragt. Zugleich sendet er eine deutliche Ansage an Stöcker, dessen öffentliches Auftreten in der Region zuletzt kontrovers diskutiert worden ist, und macht klar, dass nach der Vorleistung Ergebnisse im Sinne der Stadt erwartet werden.

🏛️ Denkmalschutz setzt den Rahmen Die Landesdirektion Sachsen hat am 5. November 2025 als obere Denkmalschutzbehörde den denkmalschutzrechtlichen Teilen des Bauvorbescheids für das historische Kaufhaus zugestimmt. Nach intensiver Prüfung schafft der Beschluss Klarheit und ermöglicht das weitere Genehmigungsverfahren. Voraussetzung ist eine enge Zusammenarbeit mit der städtischen Denkmalschutzbehörde während der Ausführung.

📋 Rahmenbedingungen im Überblick Der Freistaat verweist parallel auf die Bedingungen der Genehmigungswege.

  • Denkmalschutz bleibt Leitplanke.
  • Änderungen am Bestandsbau sind nur in enger Abstimmung zulässig.
  • Verantwortung für Tempo, Finanzierung und tragfähiges Konzept liegt vorrangig beim Investor.

💼 Verantwortung des Investors Mit diesen Vorgaben liegt die Initiative nun beim Eigentümer. Die öffentliche Hand hat die Voraussetzungen geschaffen; gefordert sind unternehmerische Entscheidungen, Investitionen, die Finanzierung und ein tragfähiges Konzept, das in den gesetzlichen Rahmen passt.

🧭 Planbarkeit für Görlitz Die Botschaft aus Dresden ist unmissverständlich: Der Staat hat geliefert, der Ball liegt beim Eigentümer. Für Görlitz zählt jetzt Planbarkeit mit transparenten Schritten, rechtssicherem Verfahren und sichtbaren Baufortschritten. Gelingt dies, kann das Haus zum Impuls für Innenstadt und Handel werden; bleibt es aus, droht ein weiteres Jahr Stillstand im Herzen der Stadt.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Richtung ist richtig und überfällig. Nach der klaren Vorarbeit des Staates steht der Eigentümer in der Pflicht, jetzt zu entscheiden, zu investieren und zu bauen. Der Denkmalschutz ist keine Option, sondern verbindliche Leitplanke. Wer öffentlich auftritt, muss sich an Ergebnissen messen lassen, nicht an Ankündigungen. Weitere Verzögerungen wären der Stadt nicht zuzumuten. Jetzt muss geliefert werden.

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