🎭 Vorhang hoch in Bautzen: Theater nimmt Spielbetrieb trotz Provisorien wieder auf

🎭 Einleitung Zehn Tage nach dem massiven Wassereinbruch im Großen Haus ist das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen wieder spielfähig. Ab Freitag, 23. Januar 2026, soll der Betrieb im Haupthaus anlaufen – eröffnet wird mit dem Gastspiel „Anatevka“ der Landesbühnen Sachsen. Die Entscheidung fällt bewusst unter Auflagen und mit eingeschränkter Technik.

💧 Hintergrund Auslöser der Zwangspause war eine Havarie am 14. Januar: Bei Wartungsarbeiten an der Brandmeldeanlage sprang die Sprinkleranlage an, rund 6.000 Liter Wasser fluteten Bühne, Orchestergraben, Unterbühne und Nebenräume. In der Folge wurden kurzfristig Termine im Großen Haus abgesagt, während einzelne Veranstaltungen an anderen Spielorten weiterliefen.

🔧 Details Technikteams und externe Fachfirmen haben seitdem geprüft, getrocknet und repariert. Die Bühnenelektrik ist wieder am Netz; um die Beleuchtung sicherzustellen, greift das Theater vorerst auf geliehene Scheinwerfer zurück. Das Inspizientenpult steht weiter unter Prüfung.

🚦 Neustart unter Auflagen Der Neustart erfolgt ausdrücklich mit Provisorien – eine dauerhafte, vollumfängliche Funktionssicherheit der Anlagen kann derzeit noch nicht zugesichert werden. Mit dem Gastspiel „Anatevka“ setzt das Haus ein Signal der Rückkehr zur kulturellen Normalität, ohne die verbleibenden Risiken zu kaschieren.

🧭 Fazit Die Wiederaufnahme ist ein wichtiges Zeichen für die Region – aber Provisorien sind kein Dauerzustand. Jetzt braucht es eine nüchterne Bestandsaufnahme, belastbare Prüfprotokolle und eine transparente Kommunikation gegenüber Publikum und Belegschaft. Nur wenn Technik und Sicherheitsketten vollständig verlässlich arbeiten, kann der Spielplan nachhaltig stabilisiert werden. Die Verantwortung dafür liegt beim Haus ebenso wie bei den zuständigen Trägern.

🗨️ Kommentar der Redaktion Der Schritt zur Wiederaufnahme ist richtig, weil Kulturorte verlässliche Signale brauchen. Ebenso richtig ist der Hinweis auf Provisorien – doch provisorisch darf nicht zum Normalbetrieb werden. Jetzt zählt Disziplin: Prüfprotokolle, klare Zuständigkeiten und offene Information gegenüber Publikum und Belegschaft. Wer spielt, muss volle technische Sicherheit zum Maßstab machen. Die Träger sind in der Pflicht, die Voraussetzungen zügig und nachvollziehbar herzustellen.

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