🎬 Mögliche Wiederbelebung eines Filmortes In Wilthen steht ein Gebäude mit Filmgeschichte vor einer möglichen Wiederbelebung. Der heutige Eigentümer, ein Unternehmen aus Jülich, bietet das frühere Kino zum Verkauf an. Die Stadtführung setzt auf einen Käufer mit tragfähigem Konzept – Nostalgie allein soll nicht entscheiden. Das meldete Radio Lausitz am 17. Januar 2026.
🕰️ Historie und Bedeutung Der Bau stammt aus dem Jahr 1895 und diente zunächst als Fabrikanbau. Zwischen 1934 und 1990 wurde das Haus als Kino genutzt; viele Einwohner erinnern sich an die Zeit, als der Projektor surrte.
🏛️ Signal aus dem Rathaus Bürgermeister Michael Herfort verbindet mit dem Eigentümerwechsel die Erwartung einer nachhaltigen Lösung. Bilder aus den 1980er Jahren sowie Zeitzeugenstimmen hat der Sender in Begleitmaterial aufgegriffen.
📌 Verkaufsprozess Nach Angaben des Senders sucht die Firma aus Jülich aktiv einen neuen Besitzer für das Objekt. Konkrete Angaben zu Preis, Zeitplan oder Auflagen liegen bislang nicht öffentlich vor.
🤝 Gesprächsbereitschaft und Bedingungen Die Stadt signalisiert Gesprächsbereitschaft, knüpft ihre Unterstützung aber an ein realistisch finanzierbares Nutzungskonzept. Je nach Zustand und Lage kommen unter anderem folgende Varianten in Betracht:
- kulturelle Nutzung
- gewerbliche Nutzung
- gemischte Nutzung
🧭 Maßstab für Investoren Entscheidend wird sein, ob ein Investor die historischen Spuren wahrt und zugleich ein wirtschaftlich belastbares Modell vorlegt. Die begleitende Audio-Stimme eines ehemaligen Wiltheners unterstreicht den ideellen Wert, ersetzt jedoch nicht die betriebswirtschaftliche Prüfung, die vor Ort eingefordert wird.
🗺️ Lokaler Kontext Wilthen ist eine Kleinstadt im Landkreis Bautzen in der Oberlausitz.
🔚 Ausblick Der mögliche Eigentümerwechsel eröffnet Chancen für einen identitätsstiftenden Ort – und verlangt zugleich Disziplin: Substanz, Nutzungskonzept und Finanzierung müssen zusammenpassen. Die Stadt setzt ein sachliches Signal: Erst die Machbarkeit, dann die Romantik. Ob das frühere Kino erneut zum Anlaufpunkt wird, hängt nun von einem Käufer ab, der Tradition und Tragfähigkeit vereint.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Stadt handelt vernünftig, wenn sie Machbarkeit vor Sentiment stellt. Öffentliche Unterstützung darf erst greifen, wenn Konzept, Substanz und Finanzierung nachweislich zusammenpassen. Nostalgie ist ein Bonus, aber kein Geschäftsmodell. Wer kaufen will, muss Rechnungswerk und Risiko tragen, nicht die Allgemeinheit. Respekt vor der Geschichte ist Pflicht, doch den Zuschlag verdient nur, wer diese mit einem belastbaren Plan verbindet.


