đïž Projektstart und Zielsetzung
đ Die Zittauer Wohnbaugesellschaft nimmt ein lange fĂ€lliges Vorhaben in Angriff: Der Wohnblock an der SĂŒdstraĂe 10 bis 16 aus DDR-Zeiten wird umfassend saniert. FĂŒr die MaĂnahme sind 7,7 Millionen Euro vorgesehen, der Baustart ist fĂŒr 2026 geplant. Ziel ist ein spĂŒrbarer Zugewinn an Wohnkomfort fĂŒr die Mieterinnen und Mieter.
đ Etappenweiser Umbau
đïž Das Verfahren ist konservativ und pragmatisch: ZunĂ€chst wird ein Teil des Blocks baulich erneuert, anschlieĂend ziehen die ersten Mieter in die modernisierten Wohnungen um. Danach folgt die zweite Etappe am verbleibenden GebĂ€udeteil. So werden Eingriffe im Bestand ermöglicht, ohne ganze HĂ€user leerzuziehen.
đ Wirkungen auf Bauablauf und SozialvertrĂ€glichkeit
đ€ Mit dem Umzug von alt in neu lassen sich Bau- und Logistikaufwand steuern, Leerstandsrisiken begrenzen und soziale HĂ€rten vermeiden. Das Konzept stabilisiert MietverhĂ€ltnisse wĂ€hrend der Arbeiten und hĂ€lt die Bewohnerschaft weitgehend im Quartier.
đ Schauplatz SĂŒdstraĂe 10 bis 16
đą Der konkrete Fokus liegt auf dem Block an der Zittauer SĂŒdstraĂe 10 bis 16. Es handelt sich ausdrĂŒcklich nicht nur um Instandsetzung; angekĂŒndigt ist ein merklicher Anstieg des Wohnkomforts â ein Hinweis auf umfassendere Modernisierungsschritte im GebĂ€ude.
đ¶ Finanzierung und Marktumfeld
đ Die veranschlagten 7,7 Millionen Euro sind in der aktuellen Marktlage ambitioniert. Steigende Materialpreise, FachkrĂ€ftemangel und höhere Finanzierungskosten setzen Sanierern Grenzen. Umso wichtiger ist der Etappenplan, der BaukapazitĂ€ten bĂŒndelt und Kostenrisiken besser steuerbar macht.
đïž Vorlauf fĂŒr Vergaben und Vorbereitung
đ§° Der Starttermin 2026 verschafft Zeit fĂŒr Vergaben, Taktplanung und Bauvorbereitung. Das ist ein nĂŒchterner, aber vernĂŒnftiger Ansatz in unsicheren Zeiten, der AblĂ€ufe strukturiert und AusfĂŒhrungsqualitĂ€t absichert.
â»ïž Energie und Klimaziele
đïž Zittau steht fĂŒr viele ostdeutsche StĂ€dte, deren BestĂ€nde ĂŒberwiegend aus den 1960er bis 1980er Jahren stammen. Die energetische ErtĂŒchtigung solcher GebĂ€ude gilt als SchlĂŒssel, um Betriebskosten zu senken und Klimaziele zu erreichen.
đ„ Nach aktuellen Auswertungen der Deutschen Energie-Agentur werden die Klimaziele im GebĂ€udebereich weiterhin verfehlt; ein hoher Anteil der WĂ€rme stammt noch aus Gas und Ăl. Vor diesem Hintergrund sind energetische Sanierungen zentral â gerade bei Ă€lteren MehrfamilienhĂ€usern.
đ§ Mögliche Effekte im Bestand
đĄïž Richtig umgesetzt kann die MaĂnahme energetische Wirkungen heben, etwa durch bessere DĂ€mmung, moderne Fenster oder effizientere Anlagentechnik. Das nutzt vorhandene Substanz, reduziert Abriss- und Neubaukosten und stĂ€rkt die Wirtschaftlichkeit im Bestand.
đïž Bedeutung fĂŒr Mieter und Stadt
đ§© Projekte wie an der SĂŒdstraĂe zeigen, wie kommunale und regionale Wohnungsunternehmen Substanz erhalten, bezahlbaren Wohnraum sichern und die Energiekosten der Mieter dĂ€mpfen können. Das stufenweise Vorgehen hĂ€lt das Quartier funktionsfĂ€hig und stĂ€rkt die VerlĂ€sslichkeit im Alltag der Bewohner.
đ§ Einordnung in die Sanierungsagenda
đ©đȘ Im gröĂeren Kontext fĂŒgt sich das Vorhaben in die nationale Sanierungsagenda ein: Ohne zĂŒgige Modernisierung bleibt der Energieverbrauch hoch und die WĂ€rmewende stockt. Der Zittauer Ansatz liefert ein praxisnahes Beispiel fĂŒr wirksame Bestandserneuerung.
â Fazit
đ Die Sanierung des DDR-Blocks ist ein RealitĂ€tscheck fĂŒr die Wohnungswirtschaft: Nicht spektakulĂ€rer Neubau, sondern solide Bestandserneuerung stiftet derzeit den gröĂten Nutzen. Das zweistufige Umzugskonzept ist sozialvertrĂ€glich und betriebswirtschaftlich sinnvoll â vorausgesetzt, Kosten und Bauablauf bleiben im Rahmen. Entscheidend wird sein, dass der versprochene Mehrwert beim Wohnkomfort erzielt wird, ohne die Mieten ĂŒbermĂ€Ăig zu belasten. Zittau setzt damit in Zeiten knapper Kassen und ambitionierter Klimaziele auf einen bodenstĂ€ndigen Weg mit AugenmaĂ.
đšïž Kommentar der Redaktion
đ Dieser Kurs ist richtig: Erst den Bestand ertĂŒchtigen, bevor man ĂŒber teuren Neubau spricht. Wer Klima- und Kostenziele ernst nimmt, saniert gezielt und hĂ€lt die Bewohnerschaft im Blick. MaĂstab mĂŒssen messbare Komfort- und Effizienzgewinne sein, nicht symbolische Prestigeprojekte. Kosten- und Termintreue sind unverrĂŒckbar, denn ausufernde Budgets gefĂ€hrden Akzeptanz und Mieten. Dieser pragmatische Etappenansatz gehört zur Pflichtagenda kommunaler Wohnungsunternehmen â solide, nĂŒchtern, verlĂ€sslich.


