🏛️ Überblick Im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen laufen nach einer massiven Wasserhavarie die Aufräumarbeiten. Das ausgelaufene Wasser ist abgepumpt, dennoch sind die Schäden erheblich. Der reguläre Spielbetrieb im Großen Haus soll frühestens am Samstag in einer Woche wieder anlaufen, zunächst eingeschränkt; nach heutigem Stand entspricht das dem 24. Januar 2026. Eine abschließende Bewertung des Schadens steht noch aus.
💧 Hintergrund des Vorfalls Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Zwischenfall im Zuge von Wartungsarbeiten. Rund 6.000 Liter Wasser traten am 14. Januar 2026 aus der Sprinkleranlage aus und fluteten Hauptbühne, Orchestergraben sowie angrenzende Gänge und Räume. Intendant Lutz Hillmann rechnet mit einem Schaden im hohen sechsstelligen Bereich. Die genaue Ursache wird ermittelt; zuvor hatte eine externe Firma die Brandmeldeanlage gewartet.
🧹 Aufräumarbeiten und Schäden Das Wasser ist abgepumpt, im Orchestergraben laufen weiterhin Lüfter zur Trocknung. Der Bühnenboden hat sich infolge der Nässe sichtbar gewellt; ob eine vollständige Erneuerung nötig wird, ist offen.
⚡ Technik und Sicherheit Parallel wird die Haus- und Bühnentechnik überprüft, darunter Scheinwerfer und Stromversorgung. Nach Angaben vor Ort drang Wasser auch durch Stromkästen, was zusätzliche Sicherheitsprüfungen erforderlich macht. Hersteller begutachten die Bühnenscheinwerfer, um mögliche Folgeschäden zu bewerten.
🗓️ Gutachten und Zeitplan Ein unabhängiger Gutachter soll am Dienstag, 20. Januar 2026, eine belastbare Schadensbilanz vorlegen. Erst danach kann über Umfang und Tempo der Wiederaufnahme entschieden werden. Ein eingeschränkter Spielbetrieb frühestens am 24. Januar 2026 bleibt damit ein realistischer, aber klar konditionierter Zieltermin.
🛡️ Neustart unter Sicherheitsvorbehalt Die Theaterleitung setzt auf einen behutsamen Neustart und betont Vorsicht angesichts des geschätzten Schadens im hohen sechsstelligen Bereich und der noch ausstehenden Expertise. Die Priorität liegt auf Arbeitsschutz, technischer Betriebssicherheit und Transparenz gegenüber Publikum und Belegschaft.
- Arbeitsschutz
- Technische Betriebssicherheit
- Transparenz gegenüber Publikum und Belegschaft
🗨️ Kommentar der Redaktion Sicherheit geht vor, auch wenn der Wunsch nach einer schnellen Rückkehr zur Normalität verständlich ist. Ein Neustart darf erst erfolgen, wenn Gutachten und Prüfungen belastbar Entwarnung geben. Wer in der Kette der Wartungsarbeiten Verantwortung trägt, ist zügig und transparent zu klären. Halbheiten im technischen Betrieb wären ein Risiko für Menschen und Material. Kultur braucht Verlässlichkeit, nicht Aktionismus.


