💶 Sanierung statt Versiegelung: 6,6-Millionen-Zuschuss für ABX-Standort Radeberg

🏗️ Förderbescheid und Zielsetzung Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch hat am 14. Januar 2026 dem Pharmaunternehmen ABX einen Förderbescheid über 6,6 Millionen Euro in Radeberg überreicht. Die Mittel sind für die Sanierung einer ehemaligen, schadstoffbelasteten Glashüttenbrache bestimmt; auf der gereinigten Fläche will ABX ein neues Produktionsgebäude errichten und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

🏞️ Flächenrecycling statt Neuversiegelung Die Staatsregierung setzt auf das Prinzip Sanierung vor Neuversiegelung und gibt dem Flächenrecycling den Vorrang. Damit sollen keine zusätzlichen Flächen am Stadtrand in Anspruch genommen werden; die zu revitalisierende Fläche entspricht etwa der Größe von drei Fußballfeldern.

📜 Politischer Rahmen Mit der Förderung sendet der Freistaat ein industrie- und umweltpolitisches Signal: Investitionen sollen, wo möglich, auf bereits vorgeprägten Standorten stattfinden, um Bodenverbrauch zu begrenzen und Altlasten fachgerecht zu beseitigen. Die Übergabe des Bescheids erfolgte durch den Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU), der das Ressort seit Dezember 2024 führt.

🔧 Kern des Projekts Im Mittelpunkt steht die Entsiegelung und Sanierung der kontaminierten Glaswerksfläche in Radeberg. Erst nach der Altlastenbeseitigung kann ABX auf dem Areal ein neues Produktionsgebäude errichten.

🏭 Stärkung des Bestandsstandorts Die geplante industrielle Nutzung an einem bestehenden Standort wird damit gezielt gestärkt, ein Ansatz, der wirtschaftliche Entwicklung und Bodenschutz verbindet. Das Vorhaben bündelt Standortpflege mit verantwortungsvollem Umgang mit knappen Flächenressourcen.

🧾 Offene Punkte Konkrete Angaben zu Zeitplan, zur Zahl der entstehenden Arbeitsplätze und zum Eigenanteil des Unternehmens am Gesamtvorhaben wurden im Rahmen der Übergabe nicht benannt.

⚖️ Einordnung und Anspruch Die Förderung verbindet industriepolitische Standortpflege mit einer konservativen Ordnungsidee: erst Altlasten beseitigen, dann investieren und Bestehendes effizient nutzen, statt neue Flächen zu verbrauchen. Das Vorhaben kann Radeberg stärken und qualifizierte Arbeitsplätze fördern. Damit die Gelder wirksam und zielgerichtet eingesetzt werden, bleibt Transparenz bei Umsetzung, Zeitplan und Beschäftigungseffekten entscheidend. Der Erfolg misst sich nicht an der Höhe des Zuschusses, sondern an nachweisbaren Ergebnissen vor Ort.

🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Förderung ist richtig, weil sie Ordnung schafft: Erst wird aufgeräumt, dann gebaut. Steuerzahlergeld verlangt Disziplin und sichtbare Resultate; jede Verzögerung oder Ausweitung ist zu vermeiden. Wer öffentliche Mittel erhält, muss zügig liefern, transparent berichten und am Ende am Ergebnis gemessen werden. Neuversiegelung am Stadtrand ist die bequeme, aber falsche Abkürzung, Bestandsflächen haben Vorrang. Subventionen sind kein Selbstzweck, sie sind nur dort gerechtfertigt, wo sie Altlasten beseitigen, Arbeit schaffen und Maß halten.

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