📰 Überblick In Jonsdorf im Zittauer Gebirge wird das Wasserwerk an der Drehe umfassend erneuert. Betreiber SOWAG richtet die Anlage auf eine verlässliche Versorgung von rund 20.000 Menschen aus und verbindet die Modernisierung mit einer sichtbaren, lokal verankerten Gestaltung. Vor Ort wird vor allem über die künftige Fassadenfarbe diskutiert, Beige oder Blau, sowie über Motive für zwei noch zu installierende Kessel.
🏗️ Ziel der Ertüchtigung Die Maßnahmen zielen darauf, die öffentliche Wasserversorgung zu stärken und die Anlage krisenfester zu machen. Die Erneuerung fügt sich in eine breitere sächsische Linie zur Stärkung der Daseinsvorsorge ein und adressiert ausdrücklich eine erhöhte Versorgungssicherheit in Not- und Krisensituationen.
🎨 Gestaltung im Fokus Geplant ist, die technische Anlage künftig nicht nur leistungsfähig, sondern auch optisch markant zu präsentieren. Zur Debatte steht die Farbentscheidung für die Gebäudehülle, Beige oder Blau. Darüber hinaus sollen zwei große Kessel mit ortstypischen Motiven gestaltet werden, um den Standort in der Landschaft besser zu verankern.
🖼️ Motivwahl mit Ortsbezug Vorgesehen sind prägende Symbole der Region: der „Schäfer Jonas“ als lokale Identifikationsfigur sowie die Felsformation der Nonnenfelsen. Diese Bildmotive sollen die Verbindung von Technik und Heimatbezug sichtbar machen und die Akzeptanz der Anlage vor Ort stärken.
📐 Planung und Visualisierung Visualisierungen zur künftigen Gestaltung stammen vom beauftragten Ingenieurbüro IBOS. Ziel ist es, die in der Landschaft sichtbare Infrastruktur gestalterisch in die regionale Identität einzubetten, ohne den funktionalen Kern aus den Augen zu verlieren.
💶 Förderung und Programmrahmen Im Mai 2025 erhielt der Zweckverband Oberlausitz Wasserversorgung für das Wasserwerk Jonsdorf-Drehe eine Förderung in Höhe von 350.490 Euro. Grundlage ist die seit Oktober 2024 erweiterte Förderrichtlinie Siedlungswasserwirtschaft, die die resiliente Anpassung der öffentlichen Wasserversorgungsinfrastruktur sowie eine erhöhte Versorgungssicherheit in Not- und Krisensituationen vorsieht. Für das Programm waren zunächst 5,2 Millionen Euro vorgesehen; weitere Maßnahmen sollten bis Ende Juni 2025 bewilligt werden.
🛡️ Daseinsvorsorge im ländlichen Raum Trinkwasserversorgung gehört zur kritischen Infrastruktur und ist entscheidend für Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung, gerade im ländlichen Raum. Die öffentliche Förderung unterstreicht die Priorität, die der Freistaat auf Stabilität und Vorsorge legt.
📣 Diskussion vor Ort Die Verbindung aus technischer Modernisierung und heimatbezogener Gestaltung sorgt in Jonsdorf für Gesprächsstoff. Im Mittelpunkt stehen die Fassadenfarbe und die Motive auf den Kesseln, die dem Standort zugleich Wiedererkennung und Zurückhaltung im Landschaftsbild geben sollen.
⚙️ Maßstäbe und Erwartungen Maßgeblich bleiben Wirtschaftlichkeit, technische Zuverlässigkeit und Robustheit in Krisen. Entscheidend wird sein, dass Termine, Finanzierung und Betriebstransparenz den hohen Erwartungen gerecht werden. Die Gestaltung kann Akzente setzen, ist jedoch kein Selbstzweck. Ziel ist eine solide, krisenfeste Wasserversorgung mit einem Auftritt, der den Ort wiedererkennbar macht.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Erneuerung ist richtig und überfällig. Vorrang haben Versorgungssicherheit und betriebliche Robustheit; die Farbfrage ist zweitrangig und sollte sich dem Zweck unterordnen. Öffentliche Mittel verpflichten zu strenger Haushaltsdisziplin und transparenter Umsetzung, ohne kostentreibende Experimente. Gestaltung darf unterstützen, aber nicht dominieren. Wer hier klare Prioritäten setzt, stärkt Vertrauen, Standort und Versorgung gleichermaßen.


