📰 Förderung für sächsische Aussteller Der Auftritt sächsischer Aussteller auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin wird in diesem Jahr mit 500.000 Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert. Der Zuschuss wurde auf Antrag der sächsischen Grünen in den Haushalt eingestellt, wie das Büro der Görlitzer Landtagsabgeordneten Franziska Schubert mitteilte. Die Messe beginnt am Freitag, 16. Januar 2026, in Berlin.
🌿 Kontext und Bedeutung der Messe Die Grüne Woche zählt zu den bekanntesten Messen Deutschlands; sie bündelt jährlich Angebote aus Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau und zieht ein breites Fach- und Publikumsinteresse an. Für 2026 sind die Messetage vom 16. bis 25. Januar terminiert. Vor diesem Rahmen verdient die Entscheidung aus Sachsen Aufmerksamkeit: Sie stärkt die Präsenz regionaler Produzenten – finanziert aus dem Haushalt und damit von Steuerzahlern.
🏛️ Politische Weichenstellung Laut einer Mitteilung an Radio Lausitz wurde der Mittelansatz im Haushalt ausdrücklich auf Initiative der Grünen beschlossen. Der Schritt setzt ein deutliches Signal zugunsten von Branchen- und Standortwerbung, bleibt zugleich eine freiwillige Leistung des Landes. Angesichts des öffentlichen Mitteleinsatzes steht die spätere Erfolgskontrolle im Vordergrund.
🧺 Regionale Aussteller im Fokus Aus der Oberlausitz werden in diesem Jahr sieben Produzenten vertreten sein. Genannt werden unter anderem die Agrargenossenschaft See – mit Lavendel-Schokolade, Lavendel-Öl und weiteren Spezialitäten – sowie die Brauereien aus Löbau und Eibau, Komet Großpostwitz, Menschel-Limonade aus Großschönau, die Lausitzer Ölmühle Hoyerswerda und die Sächsische Genuss-Manufaktur Bautzen. Die Auswahl steht für regionale Lebensmittel und handwerkliche Produkte, die auf der Messe erfahrungsgemäß auf ein interessiertes Publikum treffen.
- Agrargenossenschaft See mit Lavendel-Schokolade, Lavendel-Öl und weiteren Spezialitäten
- Brauereien aus Löbau und Eibau
- Komet Großpostwitz
- Menschel-Limonade aus Großschönau
- Lausitzer Ölmühle Hoyerswerda
- Sächsische Genuss-Manufaktur Bautzen
🎯 Erfolgskriterien gefordert Aus konservativer Perspektive sollten Förderungen dieser Größenordnung an konkrete Zielgrößen gekoppelt werden, etwa Besucherreichweite, Vertragsabschlüsse oder messbare Absatzimpulse für sächsische Betriebe. Ebenso notwendig ist eine transparente Berichterstattung über den Mitteleinsatz und den tatsächlichen Nutzen für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Sachsen.
🔎 Ausblick Die Messe liefert mit der gebündelten Sichtbarkeit den Rahmen. Ob der Einsatz in Höhe von 500.000 Euro wirtschaftlich überzeugt, wird sich an belastbaren Ergebnissen messen lassen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Steuergeld ist kein Selbstzweck. Wer eine halbe Million Euro für Messepräsenz bereitstellt, muss strikte Ziele definieren und deren Erreichung offenlegen. Bleiben Reichweite, Abschlüsse und spürbare Absatzimpulse aus, darf es keine Wiederholung solcher freiwilligen Leistungen geben. Politische Symbolik ersetzt keine Wirtschaftlichkeit; Mittel gehören dorthin, wo dauerhafte Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen. Diese Förderung ist nur dann zu rechtfertigen, wenn sie messbar mehr bringt, als sie kostet.


