Görlitz. Ein Abend, der Tore, Emotionen und überraschende Wendungen bereithielt – und am Ende einen Gewinner, den vorher kaum jemand ganz oben erwartet hatte: Der FSV Kemnitz ist Futsal-Hallenkreismeister der Oberlausitz 2026.
Was vor der Jahnsporthalle wie ein gewöhnlicher Turniertag begann, entwickelte sich zu einem Ereignis voller Dramatik, Überraschungen und sportlicher Erzählkraft. Dort, wo die Hallenmeisterschaft seit Jahren ein fester Höhepunkt im regionalen Sportkalender ist, wurde am Samstag nicht nur ein Titel vergeben – es wurde eine neue Geschichte geschrieben.
🎉 Die Halle bebte – Außenseiter greift nach dem Titel
Rund 400 Zuschauer füllten die Görlitzer Jahnsporthalle, als die Endrunde der Oberlausitzer Futsal-Hallenkreismeisterschaft begann. Das Turnier, zu dem sich die stärksten Teams aus fünf Vorrundengruppen qualifiziert hatten, versprach Spannung – und hielt sie von der ersten Minute an.
Favoriten wie der Rekordsieger TSG Lawalde oder Titelverteidiger LSV Friedersdorf waren bereits in den Vorrunden ins Wanken geraten oder gar früh gescheitert – ein klares Zeichen, dass an diesem Tag alles möglich war.
Und mittendrin: der FSV Kemnitz – ein Team, das vor dem Finale eher als Außenseiter gehandelt wurde, das aber im Laufe des Turniers den Glauben an sich selbst fand.
🏆 Das Finale: Überraschung, Kampf und Geschwisterpower
Im Endspiel stand Kemnitz dann dem Team der Reservemannschaft des FSV Neusalza-Spremberg gegenüber, einem Verein mit großer Futsal-Tradition und mehrfachen Erfolgen in der Szene. Doch an diesem Abend war Kemnitz offensiv und defensiv präzise. Die Kemnitzer Mannschaft kämpfte wie ein Kollektiv, während die Weckwerth-Brüder entscheidende Akzente setzten und das Momentum für ihr Team holten.
Als der Schlusspfiff ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen: Kemnitz hatte den Hallenkreismeistertitel gewonnen – ein Triumph, der lange nachhallen wird.
⚡ Mehr als nur ein Spiel – ein Turnier der Sensationen
Was dieses Turnier besonders machte, war nicht nur das Ergebnis, sondern der Weg dorthin:
Der Favorit TSG Lawalde, sechs Jahre lang fast immer Endspielgegner, schied bereits früh aus. Kreisliga-Teams wie die Seer Wölfe FC oder VfB Zittau kämpften sich eindrucksvoll durch die Vorrunden. Außenseiter wie der FSV Kemnitz und die zweite Mannschaft des FSV Neusalza-Spremberg spielten über sich hinaus und machten das Turnier zum offenen Wettstreit.
In zwei Gruppenphasen und dann in der Endrunde wurde klar: Hier entscheidet nicht mehr nur die Statistik über Erfolg oder Niederlage, sondern Herz, Teamgeist und Spielwitz.
📈 Was dieser Triumph bedeutet
Für den FSV Kemnitz ist dieser Meistertitel nicht nur ein sportlicher Erfolg – er ist ein Zeichen.
➡️ Ein Zeichen dafür, dass Teamgeist und Einsatz mehr zählen können als Favoritenrolle und Erwartungsdruck.
➡️ Ein Beweis dafür, dass Futsal in der Oberlausitz lebt – und Fans, Spieler sowie lokale Vereine enger zusammenwachsen.
➡️ Und ein Signal an die Konkurrenz: Jeder kann gewinnen, wenn er willensstark bleibt.
🗨️ Kommentar der Redaktion
Dieser Abend war mehr als nur ein Hallenturnier – er war ein Beispiel dafür, wie Sport in der Region Menschen zusammenbringt: Spieler, die alles geben, Zuschauer, die mitfiebern, und Vereine, die Geschichte schreiben. Der FSV Kemnitz hat in Görlitz nicht einfach gewonnen – er hat beeindruckt, inspiriert und gezeigt, dass im regionalen Sport Überraschungen noch möglich sind.

