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⚡ 693 E-Autos im Kreis Görlitz: Wachstum ja, Durchbruch nein

📊 Zulassungen 2025 im Überblick Im Landkreis Görlitz waren 2025 lediglich 693 batterieelektrische Pkw zugelassen, knapp 250 mehr als 2024. Der Anteil reiner Stromer an allen Autos stieg von rund 2,0 auf 3,1 Prozent. Die Gesamtzahl der zugelassenen Pkw blieb mit rund 22.000 nahezu konstant; die Zahl der Motorräder sank leicht. Das teilte das Landratsamt mit.

🧭 Struktur und Einordnung Die Zahlen unterstreichen: In dem überwiegend ländlich geprägten Kreis bleibt Elektromobilität ein Nischensegment. Wachstum ist vorhanden, aber auf niedrigem Niveau.

📈 Dynamik in Relation Rechnerisch entspricht der Zuwachs einem Plus von rund 56 Prozent gegenüber 2024. In absoluten Zahlen bleibt der Bestand jedoch klein. Dass der Gesamt-Pkw-Bestand nahezu unverändert blieb, deutet auf einen lediglich moderaten Austausch älterer Fahrzeuge hin.

🚧 Hürden im Alltag Der Stromer-Anteil von 3,1 Prozent signalisiert Fortschritt, aber keinen Durchbruch. Anschaffungs- und Betriebskosten, Reichweitenanforderungen im Pendelverkehr sowie die Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten im Alltag wiegen schwerer als Symbolpolitik.

🖥️ Verwaltung digitalisiert Abläufe Seit März 2025 bietet der Kreis über das i‑Kfz‑Portal Online-Vorgänge an: Neu‑, Tages‑ und Wiederzulassung, Umschreibung, Adressänderung sowie Kennzeichenreservierung – inklusive gängiger Online-Bezahlwege. Ob diese Entbürokratisierung die Nachfrage nach E‑Autos spürbar anhebt, bleibt vorerst offen.

🔎 Was hinter den Entscheidungen steht Die Verwaltung setzt mit dem ausgebauten Online-Angebot einen bürgernahen Akzent. Nachfrageentscheidungen fallen jedoch in Haushalten und Unternehmen – entlang von Preis, Nutzen und Verlässlichkeit.

🎯 Fazit Der Kreis Görlitz macht in der Zulassungsstatistik einen Schritt nach vorn, bleibt aber weit von einer breiten Antriebswende entfernt. Digitale Prozesse erleichtern Wege zum Kennzeichen, ersetzen jedoch keine überzeugende Produkt- und Kostenbilanz. Wer mehr E‑Autos auf die Straße bringen will, muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen – technologieneutral, planbar und alltagstauglich. Bis dahin bleibt der Stromer im Landkreis ein Randphänomen, wenn auch eines mit leicht steigender Tendenz.

🗨️ Kommentar der Redaktion Der Befund ist klar: Wachstum allein genügt nicht, solange Kosten, Alltagstauglichkeit und Verlässlichkeit nicht überzeugen. Statt Symbolpolitik braucht es nüchterne Prioritäten und technologieoffene Rahmenbedingungen. Digitale Services sind sinnvoll, doch sie ersetzen weder marktfähige Angebote noch belastbare Infrastruktur. Haushalte und Betriebe entscheiden rational – erst wenn Preis und Nutzen stimmen, folgt die Nachfrage. Bis dahin ist Zurückhaltung angebracht, Subventionsexperimente sollten unterlassen werden. Planungssicherheit und Pragmatismus haben Vorrang.

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