📰 Lageüberblick In der Lausitz haben Polizei und Feuerwehr innerhalb kurzer Zeit drei voneinander unabhängige Einsätze verzeichnet: ein Brand in einer Görlitzer Industriebrache, ein Angriff mit Pfeil und Bogen in Cottbus sowie ein Verkehrsunfall mit Fahrerfluchtverdacht in Senftenberg. Die Ereignisse spielten sich am Abend des 11. Januar 2026 und in der Nacht zum 12. Januar ab; die Lage wurde am Montagmorgen aktualisiert.
🔥 Brand in Görlitz In den Industriebrachen an der Brückenstraße brach am Sonntagabend ein Feuer aus. Vor Ort traf die Polizei einen 35-jährigen obdachlosen Deutschen an, der eigenen Angaben zufolge ein Feuer entfacht hatte. Er wurde vorläufig festgenommen; der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis in den Montagmorgen. Zur Höhe des Sachschadens liegen noch keine Erkenntnisse vor. Als Polizeisprecherin wurde Anja Leuschner zitiert.
🎯 Angriff in Cottbus Zwei Männer im Alter von 40 und 47 Jahren sollen in einem Mietshaus an der Hufelandstraße zunächst gegen eine Wohnungstür geschlagen und sie anschließend mit Pfeilen beschossen haben. Ein durch den Lärm alarmierter Bewohner griff ein und nahm den Männern Pfeil und Bogen ab. Der Bewohner sowie einer der mutmaßlichen Schützen wurden verletzt; im Gerangel wurde zudem der Inhalt eines Feuerlöschers im Hausflur versprüht. Die Ermittlungen laufen.
🚧 Unfall in Senftenberg Ein 39-jähriger Fahrer eines Winterdienstfahrzeugs kollidierte mit einer Straßenlaterne und setzte seine Tour fort. Aufmerksame Anwohner informierten die Polizei; der Mann räumte den Unfall ein. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv, ein Strafverfahren wurde eingeleitet; die Ermittlungen dauern an.
🧩 Hintergründe Die betroffene Industriebrache an der Brückenstraße in Görlitz gilt laut Polizei als häufiger Aufenthaltsort von Obdachlosen. In der kalten Jahreszeit kommt es dort immer wieder zu Bränden, wenn improvisierte Feuer Wärme spenden sollen. Der Vorfall in Cottbus verdeutlicht zugleich, dass unkonventionelle Waffen wie Pfeil und Bogen in Konflikten missbraucht werden können und erhebliche Verletzungsrisiken bergen. Insgesamt zeigen die Fälle die Schnittstelle von Sozialpolitik, Ordnungsrecht und Polizeiarbeit sowie die Notwendigkeit verlässlicher Präsenz staatlicher Institutionen.
🛡️ Einordnung und Prävention Die drei Einsätze innerhalb weniger Stunden machen deutlich, wie schnell örtliche Sicherheitslagen eskalieren können. Entscheidend sind nun zügige Ermittlungen, eine transparente Kommunikation der Behörden und, wo nötig, klar erkennbare Konsequenzen. Ebenso wichtig bleibt die Prävention: konsequente Ahndung von Straftaten, sichtbare polizeiliche Präsenz in Problembereichen und Hilfsangebote, die Risiken in sozialen Brennpunkten reduzieren. Ziel muss sein, Sicherheit und Ordnung spürbar zu stärken, ohne die Ursachen aus dem Blick zu verlieren.
🗨️ Kommentar der Redaktion Rechtstreue und Ordnung dürfen nicht verhandelbar sein. Wer andere gefährdet oder das Gemeinwesen belastet, muss konsequent zur Verantwortung gezogen werden. Polizei und Justiz benötigen Rückendeckung, um Regeln durchzusetzen und Abschreckung wirksam zu machen. Prävention ist sinnvoll, ersetzt aber nicht die klare Sanktion bei Verstößen. Der Staat muss in Problembereichen sichtbar sein, damit Recht und Sicherheit nicht zur Ausnahme, sondern zur Regel werden.


