📰 Einladung und Termin Das Christian-Weise-Gymnasium in Zittau öffnet am Mittwoch, 10. Januar, von 16.00 bis 18.00 Uhr seine Türen für interessierte Schülerinnen und Schüler, Eltern, Ehemalige und Bürger. Im denkmalgeschützten Hauptgebäude erhalten Gäste Einblicke in Unterricht, Schulkultur und Projekte – ergänzt durch Mitmachangebote und naturwissenschaftliche Experimente.
🏛️ Ort und Besonderheiten Der Rundgang führt durch das historische Hauptgebäude; eine besondere Attraktion ist der Blick in die Aula des Johanneums mit dem monumentalen Wandbild. Die seltene Gelegenheit, dieses Werk aus nächster Nähe zu betrachten, verknüpft den Informationsnachmittag mit einem kulturhistorischen Erlebnis.
📚 Historischer Hintergrund Das Zittauer Gymnasium zählt zu den traditionsreichsten Schulen Sachsens: Seine Wurzeln reichen bis in das Jahr 1586, seit 1993 trägt es den Namen des Rektors und Aufklärers Christian Weise. Der prägende Baukomplex Johanneum entstand zwischen 1869 und 1871; das Fresko „Paulus predigt in Athen“ in der Aula war in der DDR-Zeit zeitweise verhüllt. Diese Verbindung aus historischer Substanz und Gegenwartsauftrag prägt die Identität der Schule bis heute.
🧭 Programm und Angebote Der Nachmittag ist praxisnah angelegt: Besucher lernen Unterrichtsräume und Schülerarbeiten kennen, gewinnen Einblicke in den Schulalltag und kommen mit Lehrkräften ins Gespräch. Naturwissenschaftliche Stationen mit physikalischen und chemischen Experimenten wollen Neugier wecken und die praktische Seite des Lernens zeigen.
- Einblicke in Unterricht, Schulkultur und Projekte
- Gespräche mit Lehrkräften
- Vorstellung von Schülerarbeiten
- Experimente an naturwissenschaftlichen Stationen
- Blick auf das große Wandgemälde im Johanneum
🎒 Schwerpunkt Viertklässler Im Mittelpunkt stehen die Viertklässler: Unter dem Motto „Fit fürs Gymnasium“ erhalten sie altersgerechte Orientierungshilfen zur anstehenden Schulwahl. Fächerübergreifende Angebote sollen den Übergang strukturieren und frühzeitig Erwartungen, Inhalte und Arbeitsweisen klären.
⚖️ Kritische Einordnung Tage der offenen Tür sind Schaufenster – nützlich, aber kein Ersatz für sorgfältige Abwägung. Zwei Stunden reichen, um Eindrücke zu sammeln; sie genügen jedoch nicht, um die Leistungsfähigkeit einer Schule umfassend zu beurteilen. Showeffekte und Experimentiertische können Orientierung geben, entscheidend bleibt aber die Qualität des Unterrichts über Jahre hinweg.
- Transparente Curricula und überprüfbare Ergebnisse
- Solide Basiskompetenzen in Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen
- Verlässliche Lehrerpräsenz
- Erziehung zu Disziplin und Verantwortungsbewusstsein
✅ Fazit Der Nachmittag verbindet Anschaulichkeit mit Historie und bietet einen sachlichen Einstieg für Familien, die eine informierte Schulwahl treffen wollen. Wer Substanz sucht, nutzt den Besuch als Auftakt: für Gespräche mit Fachlehrern, das Nachlesen von Leistungsdaten und das prüfende In-Augenschein-Nehmen eines Bildungshauses, das Tradition und Anspruch sichtbar trägt. So kann aus einem kurzen Termin eine tragfähige Grundlage für eine langfristige Entscheidung werden.
🗨️ Kommentar der Redaktion Offene Türen sind ein Anfang, nicht das Ziel. Maßstab müssen Grundbildung, klare Strukturen und geordneter Unterricht sein. Wir erwarten verlässliche Lehrkräfte, verbindliche Curricula und Ergebnisse, die sich messen lassen. Nett arrangierte Experimente ersetzen keine konsequente Wissensvermittlung. Eltern sollten die zwei Stunden nutzen – und anschließend beharrlich nach Substanz, Ordnung und Leistung fragen.


