DAS NEUSTE

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🇺🇸 Trump verschärft Kurs gegen Kuba: Öl-Stopp, Deal-Forderung – Rubios Name fällt

🗞️ Einordnung Am Sonntag, 11. Januar 2026, hat US-Präsident Donald Trump seine Drohkulisse gegenüber Kuba deutlich ausgeweitet. In mehreren Beiträgen auf Truth Social kündigte er an, dass kein Öl oder Geld mehr von Venezuela nach Havanna fließen werde, und drängte die Führung der Insel, einen Deal zu machen, bevor es zu spät ist. Zugleich reagierte er zustimmend auf einen Online-Vorschlag, Außenminister Marco Rubio könne Präsident von Kuba werden – sein knapper Zusatz „Hört sich gut an“ wirkte als Signal in Richtung Havanna.

📉 Wirtschaftliche Verflechtungen Trump verknüpft die Ankündigungen mit der engen wirtschaftlichen Beziehung zwischen Kuba und Venezuela. Über Jahre profitierte Havanna von venezolanischen Öllieferungen und stellte im Gegenzug „Sicherheitsdienste“ bereit, so die Darstellung. Nach dem Sturz von Nicolás Maduro sieht Washington Caracas nun an seiner Seite und betont den US-Schutz für Venezuela. Marco Rubio, Sohn kubanischer Einwanderer, dient im Kabinett als Außenminister und zugleich als nationaler Sicherheitsberater und steht seit Langem für eine harte Linie gegenüber Havanna und Caracas.

🎯 Der angekündigte Hebel In seinen jüngsten Botschaften präzisierte Trump den Hebel: Der Zufluss von Öl und Geld an Kuba solle enden, „null“. Ein militärisches Eingreifen auf der Insel hält er derzeit nicht für nötig; ohne venezolanische Lieferungen werde die kommunistische Herrschaft kollabieren, prognostiziert er. Was genau ein Deal mit Washington beinhalten soll, ließ der Präsident offen.

🧭 Signal an Havanna Rubio im Fokus Für zusätzliche Irritation sorgte die zustimmende Reaktion auf die Idee, Rubio könne eines Tages Präsident von Kuba sein. Das kurze „Hört sich gut an“ ist ein kalkuliertes Signal, das die politische Gegenseite provozieren dürfte und zugleich das Profil der Regierung schärft – personifiziert durch Rubio.

🇨🇺 Havannas Antwort Die Antwort aus Havanna folgte umgehend und scharf. Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte, Kuba sei frei, unabhängig und souverän und lasse sich keine Bedingungen diktieren. Regierungsvertreter betonten zudem, das Land habe das Recht, Treibstoffe von jedem Anbieter zu importieren. Hinweise auf einen abrupten Stopp venezolanischer Lieferungen nach der Entmachtung Maduros unterstreichen die ökonomische Verwundbarkeit der Insel und die Härte des in Washington avisierten Kurses.

⚖️ Bewertung und Risiken Trumps Botschaften kombinieren maximalen Druck mit strategischer Unschärfe. Er setzt auf ökonomische Daumenschrauben, kalkuliert mit der Energieabhängigkeit Havannas und verzichtet vorerst auf militärische Optionen. Politisch wird das Profil der Regierung geschärft, ohne bislang einen belastbaren Verhandlungspfad zu skizzieren. Für Kuba erhöht sich der Handlungsdruck; für die USA steigt das Risiko unbeabsichtigter Eskalation in der Karibik.

📌 Offene Punkte Konservative Realpolitik verlangt nun Klarheit über Ziele, Instrumente und Ausstiegsszenarien statt weiterer symbolischer Spitzen.

  • Konkrete Ziele im Umgang mit Havanna
  • Präzise Instrumente und Bedingungen eines möglichen Deals
  • Definierte Ausstiegsszenarien und Kriterien fĂĽr Erfolg

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Strategie, den Geld- und Ölfluss zu unterbinden, ist folgerichtig und effizienter als offen militärische Schritte. Ein Staat, der von externen Subventionen lebt, reagiert auf ökonomische Realität schneller als auf Rhetorik. Doch konservative Politik verlangt klare Zielvorgaben, überprüfbare Etappen und einen definierten Ausstieg. Der Rubio-Hinweis ist ein bewusst gesetzter Stachel – wirkungsvoll, aber kein Ersatz für einen Plan. Wer Stabilität in der Karibik will, koppelt Härte mit Berechenbarkeit. Washington sollte die Schrauben anziehen und zugleich den Pfad benennen, der von Druck zu Ergebnissen führt.

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