🏟️ Löbau drängt auf Zuschüsse für neues Sportlerheim – 2,5-Millionen-Projekt auf dem Prüfstand

🏟️ Projektstart unter Zeitdruck Die Große Kreisstadt Löbau will das veraltete Funktionsgebäude im städtischen Stadion durch einen Ersatzneubau ersetzen. Der Kostenrahmen liegt bei rund 2,5 Millionen Euro. Angesichts knapper Kassen setzt die Kommune auf ein neu aufgelegtes Förderprogramm des Bundes. Die Antragsfrist ist knapp, die Konkurrenz unter Kommunen groß – dennoch will Löbau zügig handeln.

🧩 Hintergrund und bisherige Maßnahmen Nach umfangreicher Sanierung wurde das Stadion im Frühjahr des Vorjahres zunächst an den Fußballverein zur Nutzung übergeben; der Ersatz des Sportlerheims blieb jedoch offen, weil finanzielle Mittel fehlten. Parallel mussten 2025 aus Sicherheitsgründen 15 Bäume entlang der Stadionmauer weichen, deren Wurzeln Fundamente beschädigt hatten. Diese Sicherungsmaßnahme wird zu 66 Prozent durch Fördermittel von Bund und Land getragen. Ursprünglich war im Gesamtpaket auch ein Neubau des Vereinsheims vorgesehen, doch steigende Baupreise sprengten den bewilligten Rahmen. Die Stadt hält am Neubau fest – unter der Bedingung zusätzlicher Förderung.

🏗️ Kern des Vorhabens Im Mittelpunkt steht der Ersatzneubau des Funktionsgebäudes im Stadion der Jugend. Die Verwaltung verweist auf ein neues Bundesprogramm, das eine Mitfinanzierung ermöglichen könnte. Um im schlanken Verfahren zu überzeugen, braucht es belastbare Planungsunterlagen, eine realistische Kostenkalkulation und eine klare Priorisierung gegenüber anderen Investitionen. Die jüngste Teilfreigabe des modernisierten Areals – inklusive Kunstrasen und Flutlicht – unterstreicht die Fortschritte, doch ohne neues Sportlerheim bleibt die Anlage funktional unvollständig.

  • Belastbare Planungsunterlagen
  • Realistische Kostenkalkulation
  • Klare Priorisierung gegenüber anderen Investitionen

⏱️ Wettbewerb um begrenzte Mittel Die kurze Bewerbungsfrist und der gleichzeitige Bedarf vieler Kommunen verschärfen den Wettbewerb um die begrenzten Fördermittel. Für Löbau bedeutet dies, Antragsunterlagen zügig und substanziell zu erarbeiten, um im Auswahlverfahren zu bestehen.

💶 Finanzierung und Risiken Eine Förderzusage ist nicht garantiert; selbst im Erfolgsfall dürfte ein kommunaler Eigenanteil erforderlich sein. Umso wichtiger sind konservative Kostenansätze und eine straffe Projektsteuerung. Die Nutzenargumentation soll den Mehrwert für Breitensport, Vereinsleben und die Schulnutzung klar herausarbeiten.

🚦 Handlungsoptionen der Stadt Löbau steht vor der Entscheidung, jetzt in den Förderwettbewerb einzusteigen und Planungssicherheit zu gewinnen – oder den baulichen Rückstand beim Sportlerheim weiter zu verlängern. Gelingt die Förderung, könnte das Stadion der Jugend zügig zu einem vollständigen, zeitgemäßen Sportstandort abrunden. Scheitert der Antrag, droht dem Projekt eine erneute Hängepartie.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Stadt muss Prioritäten klar setzen und jeden Euro zweimal umdrehen. Ein Antrag ist nur dann verantwortbar, wenn die Kosten konservativ kalkuliert und strikt gesteuert werden. Zusätzliche Förderung darf keine verdeckten Folgekosten in den Haushalt spülen. Ohne belastbare Unterlagen und klare Nutzenbilanz sollte das Vorhaben zurückstehen. Gelingt die Förderung unter strengen Auflagen, ist die Komplettierung des Standorts sinnvoll; scheitert sie, hat Haushaltsdisziplin Vorrang.

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