📰 Weiterbetrieb beschlossen In Leutersdorf (Landkreis Görlitz) bleibt der Windpark auf dem Wacheberg entgegen früherer Ankündigungen in Betrieb. Der Betreiber investiert zusätzlich einen Betrag im sechsstelligen Bereich, um die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern und die Stromproduktion über das Jahr 2026 hinaus fortzusetzen. Damit ist eine drohende Stilllegung vorerst abgewendet.
📍 Hintergrund und Standort Der Standort Wacheberg ist seit Jahren Teil der regionalen Energieerzeugung. Zum Park gehören sechs Bestandsanlagen, die seit dem 1. Januar 2024 von der Windwelt KG gehalten werden. Die Anlagen umfassen unterschiedliche Turbinentypen derselben Leistungsklasse und verweisen auf eine gewachsene, aber in die Jahre gekommene Infrastruktur. Eigentumsübergang und Anlagentypen sind öffentlich dokumentiert.
🛠️ Technische Maßnahmen Die angekündigten Schritte konzentrieren sich auf technische Modernisierung und Instandhaltung. Ziel ist es, die Betriebssicherheit zu erhöhen, Ausfallzeiten zu reduzieren und die Laufzeit der bestehenden Technik zu strecken, statt sie kurzfristig zu ersetzen. Der finanzielle Aufwand legt nahe, dass gezielt in Komponenten investiert wird, die für den Weiterbetrieb entscheidend sind, etwa in Steuerungstechnik, Triebstrang- und Sicherheitskomponenten.
🧭 Strategie des Betreibers Der Ansatz ist konservativ: Werterhalt und Versorgungskontinuität statt riskanter Großumbauten. Die Entscheidung steht im Einklang mit der seit 2024 bestehenden Eigentümerstruktur, die auf den Fortbetrieb des Bestands setzt.
🏘️ Auswirkungen vor Ort Für die Gemeinde bedeutet die Kehrtwende Versorgungssicherheit und Planbarkeit. Der Windpark bleibt ein Baustein der lokalen Stromerzeugung, ohne dass kurzfristig teures Repowering oder ein komplizierter Rückbau anstünden.
⏳ Ausblick Der Schritt verschafft Zeit, die künftige Rolle des Standorts nüchtern zu bewerten – unter technischen, wirtschaftlichen und landschaftsplanerischen Gesichtspunkten. Der Fall Wacheberg zeigt, dass pragmatische Entscheidungen bestehende Infrastruktur stabil halten, Kosten im Blick behalten und die regionale Akzeptanz nicht überstrapazieren.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung zum Weiterbetrieb ist vernünftig und verantwortbar. Sie vermeidet kostspielige Schnellschüsse und setzt auf die Stabilität vorhandener Anlagen. Werterhalt hat Vorrang vor Symbolpolitik; das ist im Interesse der Versorgungssicherheit. Entscheidend ist nun, die angekündigte Instandhaltung strikt und messbar umzusetzen. Sollte der Nutzen ausbleiben, ist rechtzeitig nachzusteuern – ohne ideologische Scheuklappen.


