🍽️ Auftakt in Berlin Mit sieben Erzeugern aus den Landkreisen Görlitz und Bautzen präsentiert sich die Oberlausitz auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Vom 16. bis 25. Januar 2026 bieten die Anbieter Kostproben und zeigen, wofür die Region kulinarisch steht. Damit nutzt die Oberlausitz die Messe als Bühne für Produkte aus Landwirtschaft, Manufaktur und Handwerk.
🧺 Handwerkliche Auswahl Die Auswahl ist bewusst bodenständig und handwerklich geprägt. Im Mittelpunkt stehen Spezialitäten, die Herkunft, Verarbeitung und regionale Tradition sichtbar machen.
- Agrargenossenschaft See mit Lavendel-Schokolade, Lavendel-Öl und weiteren Spezialitäten
- Brauerei aus Löbau als Vertreter der regionalen Biertradition
- Brauerei aus Eibau als Vertreter der regionalen Biertradition
- Eis- und Dessertpulver aus Großpostwitz
- „Menchel-Limo“ aus Großschönau
- Lausitzer Ölmühle in Hoyerswerda
- Sächsische Genuss-Manufaktur aus Bautzen
🎯 Ziel und Botschaft Ziel ist, den Besuchern einen direkten Eindruck von Qualität, Herkunft und Verarbeitung zu vermitteln – nicht als Event-Gag, sondern als Einladung, regionale Produkte im Alltag zu verankern.
🏷️ Bedeutung der Messe Die Grüne Woche gilt als eine der wichtigsten Messen für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Entsprechend hoch ist der Anspruch an Sichtbarkeit, Qualität und den Dialog mit Verbrauchern.
📉 Schmaleres Budget Sachsen tritt in diesem Jahr mit 20 Ausstellern an, darunter erstmals beteiligte Ausbildungseinrichtungen. Der staatlich finanzierte Auftritt ist kleiner als im Vorjahr; die Kosten liegen bei rund 800.000 Euro, wovon Aussteller 108.000 Euro tragen. Angesichts knapper öffentlicher Kassen rückt die Frage nach Effizienz und messbarem Nutzen solcher Messepräsentationen in den Vordergrund.
🎂 Jubiläumsjahr 2026 feiert die Messe ihr 100-jähriges Jubiläum – ein Anlass, an dem Erwartungen an Sichtbarkeit, Qualität und den direkten Austausch mit Verbrauchern traditionell hoch sind.
🧮 Erfolgskriterien Wenn der Freistaat mit knapperem Budget und reduzierter Präsenz auftritt, sollten Aussteller und Verantwortliche den Mehrwert klar belegen. Entscheidend sind belastbare Ergebnisse in folgenden Bereichen:
- Kontakte in Handel und Gastronomie
- Konkrete Absatzimpulse
- Nachwuchsgewinnung
🚜 Ausblick für die Region Für die ländlich geprägte Oberlausitz im Strukturwandel zählt am Ende nicht der Messeglanz, sondern das, was danach in Betrieben und Wertschöpfung ankommt.
🗨️ Kommentar der Redaktion Öffentliche Mittel sind kein Selbstzweck. Wer auf die Grüne Woche fährt, hat eine Bringschuld gegenüber Steuerzahlern und Betrieben: Ergebnisse statt Inszenierung. Entscheidend sind messbare Abschlüsse, belastbare Vertriebskontakte und die Gewinnung von Fachkräften. Handwerkliche Qualität und kurze Wege überzeugen – aber nur, wenn sie im Alltag der Verbraucher landen. Der Freistaat sollte Förderung und Auftritte konsequent an nachprüfbare Wirkung koppeln.


