DAS NEUSTE

🚨 Tempoverstöße spülen 4,7 Millionen Euro in Görlitzer Kreiskasse

📰 Überblick Der Landkreis Görlitz hat im Jahr 2025 rund 4,7 Millionen Euro aus Ahndungen von Tempoverstößen eingenommen. Erfasst wurden über 88.000 Verstöße, aus denen etwa 19.000 Bußgelder und mehr als 69.000 Verwarnungen resultierten.

📡 Rolle der Messanlagen Den größten Anteil am Ergebnis lieferten fest installierte Messstellen: Kreisweit sind elf stationäre Geräte im Einsatz. Eine Ausweitung dieser Technik ist nicht vorgesehen; die Verwaltung setzt auf den Erhalt des Bestands.

🏛️ Hintergrund und Prioritäten Die Zahlen spiegeln eine doppelte Realität: Geschwindigkeitskontrollen dienen der Verkehrssicherheit und füllen zugleich kommunale Kassen in Zeiten zurückhaltender Haushalte. Dennoch verzichtet der Landkreis auf zusätzliche Investitionen und hält die Kontrollintensität stabil.

🧭 Strategie ohne Ausbau Mobile oder halbstationäre Lösungen spielen nach Vorfällen keine Rolle mehr: Blitzeranhänger, die temporär an wechselnden Standorten eingesetzt werden, werden nicht ersetzt; drei zuvor geleaste Geräte wurden zerstört. Damit verfolgt die Verwaltung eine konservative Linie der Bestandspflege statt eines Ausbaus.

⚖️ Spitzenverstöße und Sanktionen Die stationären „Wächter“ lieferten den Großteil der Beweisfotos und brachten gravierende Tempoüberschreitungen ans Licht.

  • Auf der B 115 bei Weißkeißel wurde ein Autofahrer mit 161 km/h in einer 70er-Zone gemessen. Sanktionen: drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte und ein Bußgeld von 700 Euro.
  • Auf der B 178 bei Löbau wurde ein Fahrer mit 184 km/h gemessen – 84 km/h über dem Limit.

🚓 Schwerpunkt stationär Insgesamt zeigt die Bilanz: Fest installierte Anlagen sind die tragende Säule der Überwachung. Sie sichern verlässliche Kontrollen, während mobile oder halbstationäre Technik nach den Vorfällen nicht weiterverfolgt wird.

💰 Finanzielle Dimension Einnahmen aus Verkehrsüberwachung sind kein Selbstzweck. Aus konservativer Sicht bleibt Verkehrssicherheit Kernaufgabe des Staates; die Haushaltsdisziplin des Landkreises unterstreicht diesen Anspruch, ohne die Kontrolldichte künstlich zu erhöhen.

⚠️ Risiken des Status quo Zurückhaltung beim Ausbau birgt die Gefahr, dass sich Temposünder an bekannte Messpunkte gewöhnen. Dem lässt sich durch nachvollziehbare Schwerpunktsetzungen an unfallträchtigen Abschnitten und klare Kommunikation der Kontrollziele begegnen.

🎯 Ausblick Entscheidend wird sein, die vorhandenen Anlagen strategisch zu betreiben und sichtbare Rückflüsse der Mittel in Sicherheit und Infrastruktur zu gewährleisten. So bleibt die Balance gewahrt: klare Regeln, konsequente Durchsetzung — ohne fiskalische Versuchungen zum Selbstzweck.

🗨️ Kommentar der Redaktion Der Kurs des Landkreises ist richtig: Sicherheit vor Einnahmephantasien. Wer Regeln missachtet, muss mit spürbaren Sanktionen rechnen; das schützt die Mehrheit der verantwortungsbewussten Verkehrsteilnehmer. Nach der Zerstörung dreier geleaster Anhänger ist der Fokus auf stationäre Technik folgerichtig und haushälterisch solide. Gleichwohl dürfen bekannte Messpunkte kein Freibrief für kalkuliertes Rasen zwischen den Säulen sein. Gefordert ist konsequente, begründete Kontrolle an kritischen Abschnitten – ohne jede Versuchung, Bußgelder als Dauereinnahme zu betrachten.

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