🕯️ Ein Jahr danach: Gedenkstein in Lauchhammer für getöteten sächsischen Polizisten

🕯️ Gedenken in Lauchhammer: In Lauchhammer ist am Dienstag mit einer Schweigeminute dem vor einem Jahr getöteten sächsischen Polizisten Maximilian Stoppa gedacht worden. Das öffentliche Erinnern setzte ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und des Zusammenhalts.

🕰️ Stillstand um 11.24 Uhr: Um 11.24 Uhr nahmen Kolleginnen und Kollegen am Tatort an der Bockwitzer Straße die Mützen ab; auch Polizeidienststellen in Sachsen unterbrachen den Dienst. Die Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und Dietmar Woidke legten Gestecke nieder. Enthüllt wurde ein Gedenkstein mit der Inschrift „Einer von uns“.

📜 Hintergrund des Falls: Der 32-jährige Oberkommissar aus Dresden war im Januar 2025 bei einem Einsatz gegen Autoschieber ums Leben gekommen. Stoppa war auf Zivilstreife unterwegs, als er in Lauchhammer ein verdächtiges Fahrzeug kontrollieren wollte. Kurz nach dem Aussteigen prallte das sogenannte Pilotfahrzeug der Täter in den Streifenwagen; der Beamte starb noch am Einsatzort.

🌹 Würdigung und Symbolik: Der Dresdner Polizeipräsident würdigte ihn als pflichtbewussten Familienvater „mit Mut, Entschlossenheit und Herz“. Der Gedenkstein, gefertigt von einem Steinmetz aus Lauchhammer, besteht aus Sandstein aus der Sächsischen Schweiz; Kolleginnen und Kollegen legten weiße Rosen nieder. Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach von einem „Angriff auf uns alle“.

⚖️ Juristische Aufarbeitung: Der Fall wird am Landgericht Cottbus verhandelt. Der Prozess gegen den 27-jährigen mutmaßlichen Todesfahrer soll am 14. Januar beginnen; mehrere Verhandlungstage bis in den März sind angesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord zur Verdeckung einer Straftat im Kontext bandenmäßigen Kfz-Diebstahls vor. Der Fall hatte bundesweit Anteilnahme ausgelöst, unter anderem mit einem großen Trauermarsch in Dresden.

🛡️ Mahnung und Auftrag: Das Gedenken von Lauchhammer mahnt über den Tag hinaus. Wer den Staat schützt, verdient Rückhalt – nicht nur in Worten, sondern in Taten: durch konsequente Strafverfolgung, klare Urteile und eine Ausstattung, die unseren Polizisten Sicherheit und Handlungsfähigkeit gibt. Der schlichte Stein an der Bockwitzer Straße ist Erinnerung und Auftrag zugleich: Gewalt gegen Einsatzkräfte darf in Deutschland keinen Raum haben.

🗨️ Kommentar der Redaktion: Der Staat darf sich nicht wegducken, wenn seine Schutzleute angegriffen werden. Null Toleranz gegenüber Gewalt gegen Einsatzkräfte ist keine Floskel, sondern Pflicht. Verfahren müssen zügig geführt und bei Schuld klare, spürbare Urteile gefällt werden. Unsere Polizei braucht Ausrüstung, Rückhalt und rechtliche Klarheit, nicht bloße Worte. Wer den Rechtsstaat angreift, greift uns alle an – deshalb ist konsequentes Handeln geboten.

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