DAS NEUSTE

🛠️ Ostsachsens Lehrlingsplus: Handwerk gewinnt an Zugkraft

📈 Deutlich mehr Lehrverträge im ostsächsischen Handwerk In Ostsachsen ist die Zahl neuer Ausbildungsverträge im Handwerk 2025 spürbar gestiegen. Rund 2.350 Lehrverträge wurden abgeschlossen – ein Plus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich ein Trend fort, der die duale Ausbildung in der Region stärkt.

🧭 Höchster Oktoberstand seit zehn Jahren Bereits im Herbst zeichnete sich der Aufschwung ab: Bis Ende Oktober 2025 waren im Kammerbezirk Dresden 2.282 neue Lehrverträge registriert – der höchste Oktoberstand seit zehn Jahren und rund sechs Prozent mehr als 2024. Das Handwerk investiert damit trotz konjunktureller Unsicherheit in den eigenen Nachwuchs und sichert Qualifizierung in zahlreichen Gewerken der Region.

🛠️ Gefragte Berufe und Spitzenreiter Beliebtester Ausbildungsberuf blieb 2025 der Kfz‑Mechatroniker: 376 Verträge entfielen auf dieses Gewerk. Dahinter rangierten Anlagenmechaniker für Sanitär‑, Heizungs‑ und Klimatechnik sowie Elektroniker. Ungebrochen nachgefragt sind zudem Ausbildungen zum Tischler, Friseur sowie zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk.

🔎 Angebote und Bewertung Wer noch einen Einstieg sucht, findet passende Angebote in der Online‑Börse der Handwerkskammer Dresden. Die Kammer bewertet den Anstieg als positives Signal für Betriebe wie Schulabgänger gleichermaßen.

🔭 Was jetzt zählt Der Aufwärtstrend ist ermutigend – er allein löst die strukturellen Aufgaben jedoch nicht. Entscheidend wird sein, die Ausbildungsqualität stabil zu halten, Berufsschulen verlässlich auszustatten und Übergänge in Beschäftigung zu sichern. Ebenso braucht es planbare Rahmenbedingungen: weniger Bürokratie, verlässliche Energie‑ und Steuerpolitik sowie Respekt vor der Leistung der Ausbildungsbetriebe. Nur dann kann das ostsächsische Handwerk den aktuellen Rückenwind in dauerhafte Fachkräftesicherung und solide Wertschöpfung vor Ort übersetzen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Zahlen sind ein gutes Signal, doch sie verpflichten. Wer die duale Ausbildung stärkt, muss gleichzeitig die Bedingungen im Land ordnen. Bürokratieabbau, verlässliche Energie‑ und Steuerpolitik und eine solide Ausstattung der Berufsschulen sind keine Kür, sondern Pflicht. Ausbildungsbetriebe verdienen Respekt statt zusätzlicher Auflagen. Nur mit klaren Prioritäten wird aus dem aktuellen Plus eine langfristige Sicherung des Fachkräftebedarfs in Ostsachsen.

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