📰 Einleitung Hansgrohe trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Klaus Grohe. Mit ihm verliert der deutsche Mittelstand eine Unternehmerpersönlichkeit, die ihr Haus über Jahrzehnte geprägt und in Zeiten technologischen und globalen Wandels verlässlich geführt hat.
🛠️ Hintergrund Grohe stand für eine selten gewordene Verbindung aus Ingenieursgeist, Bodenhaftung und langfristiger Verantwortung. Er führte das Familienunternehmen konsequent über Moden hinweg und setzte auf Qualität, Design und Verlässlichkeit – Tugenden, die den deutschen Mittelstand stark gemacht haben und die in einem rauer werdenden Wettbewerbsumfeld mehr denn je zählen.
🕯️ Details Nach Unternehmensangaben starb Klaus Grohe am 3. Januar 2026 im Alter von 88 Jahren. Der jüngste Sohn des Firmengründers trat 1968 in den Betrieb ein, war ab 1999 Vorstandsvorsitzender und führte von 2008 bis 2015 den Aufsichtsrat. Vorstandschef Hans Jürgen Kalmbach würdigte ihn als „Wegbereiter“, dessen Rat fehlen werde.
🏭 Unternehmensentwicklung Unter Grohes Führung entwickelte sich Hansgrohe mit Sitz in Schiltach (Kreis Rottweil) zu einem international erfolgreichen Anbieter der Sanitärbranche. Die Kombination aus technischer Exzellenz und verlässlicher Führung prägte Marke, Produkte und Belegschaft nachhaltig.
📉 Bedeutung für den Mittelstand Der Tod Klaus Grohes markiert das Ende einer Ära – nicht nur für Hansgrohe, sondern als Menetekel für die Substanz des Mittelstands insgesamt. Familiengeführte Industrieunternehmen leben von Persönlichkeiten, die Produkt, Belegschaft und Region zusammenhalten.
🧭 Auftrag an die Nachfolge Die Aufgabe für die Nachfolge lautet, Eigenständigkeit, Qualitätsversprechen und Innovationskraft in unruhigen Märkten zu sichern.
- nüchterne Kosten- und Investitionsdisziplin
- klares Produktprofil
- langer Atem
✅ Schlussbild Genau diese Haltung hat Grohes Wirken ausgezeichnet und bildet den Maßstab für die kommenden Jahre.
🗨️ Kommentar der Redaktion Der Maßstab eines starken Mittelstands ist nicht kurzfristige Effekthascherei, sondern Verantwortungsbewusstsein, Disziplin und Verlässlichkeit. Grohes Kurs zeigt, dass Qualität und Klarheit tragfähiger sind als modische Strategiewechsel. Wer jetzt führt, muss am Primat der Eigenständigkeit festhalten und Kosten wie Investitionen nüchtern steuern. In unruhigen Märkten sind klare Produkte und langer Atem wichtiger als das schnelle Signal. Wer diese Prinzipien verlässt, riskiert Substanz; wer sie bewahrt, sichert Zukunft.


