📰 Überblick Zwei Einsätze haben die Polizeidirektion Görlitz am Sonntag, 4. Januar 2026, beschäftigt: Eine Verfolgungsfahrt mit einem minderjährigen Mopedfahrer endete ohne Verletzte, zudem stellten Beamte bei einer Kontrolle in Ebersbach-Neugersdorf eine Machete sicher. Wie die Polizeidirektion mitteilte, laufen in beiden Fällen Ermittlungen.
🏍️ Verfolgungsfahrt in Görlitz Nach Angaben der Polizei entzog sich ein 16-Jähriger in Görlitz einer Kontrolle und flüchtete mit einer Simson. Beim Versuch, im Ortsteil Ludwigsdorf zu wenden, stürzte er und blieb unverletzt. Die Beamten stellten fest, dass der Jugendliche keine Fahrerlaubnis besaß, das Moped nicht versichert war und der Motor frisiert war. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
⚙️ Hintergrund Kleinkrafträder Der Fall verdeutlicht ein bekanntes Problem: Frisierten Kleinkrafträdern werden häufig höhere Leistungen attestiert, mit Folgen für Versicherungspflicht und Fahrerlaubnis.
🔪 Kontrolle in Ebersbach-Neugersdorf Unabhängig davon stoppten Beamte in Ebersbach-Neugersdorf einen 22 Jahre alten Autofahrer. Im Kofferraum fanden sie eine Machete mit einer Klingenlänge von über zwölf Zentimetern und stellten sie sicher. Auch in diesem Fall ermittelt die Polizei wegen eines möglichen Verstoßes gegen waffenrechtliche Bestimmungen.
⚖️ Rechtlicher Rahmen Messer § 42a Waffengesetz Das Führen feststehender Messer mit Klingenlängen über zwölf Zentimetern ist in Deutschland in der Öffentlichkeit grundsätzlich verboten; der Transport in einem verschlossenen Behältnis ist hiervon ausgenommen. Ob ein konkreter Transport rechtlich zulässig war, klären die Ermittler im Einzelfall. Rechtsgrundlage ist § 42a Waffengesetz.
🛡️ Bewertung und Ausblick Die beiden Vorgänge stehen exemplarisch für Probleme, die sich aus mangelnder Verkehrsethik und sorglosem Umgang mit potenziell gefährlichen Gegenständen ergeben. Konsequent durchgesetzte Kontrollen schützen rechtschaffene Verkehrsteilnehmer und stärken die innere Sicherheit. Nun ist es Aufgabe der Ermittlungsbehörden und, wo erforderlich, der Gerichte, die Verstöße rasch und mit Augenmaß zu ahnden.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer Regeln im Straßenverkehr missachtet oder gefährliche Gegenstände achtlos mitführt, gefährdet die Gemeinschaft. Es ist richtig und notwendig, dass die Polizei konsequent kontrolliert und Verstöße verfolgt. Minderjährige auf frisierten, unversicherten Fahrzeugen sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf die öffentliche Sicherheitsordnung. Ebenso hat eine Machete im öffentlichen Raum nichts verloren; Ausnahmen des Gesetzes sind eng und kein Freibrief. Ermittlungsbehörden und Gerichte sollten zügig, verlässlich und mit klarer Kante handeln, um die Normgeltung sichtbar durchzusetzen.


