🚨 Lage im Überblick Ein mutmaßlich linksextremer Anschlag auf die Energieversorgung im Südwesten Berlins hat zehntausende Menschen bei Frost ohne Strom und Heizung getroffen. Ex-Bundesfamilienministerin Kristina Schröder warnt vor gravierenden Folgen und fordert ein konsequentes Notfallmanagement. Die Berliner Innenverwaltung stuft ein Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“ als authentisch ein.
🔥 Brand an Kabelbrücke als Auslöser Auslöser war ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal, von dem Leitungen zum nahegelegenen Kraftwerk Lichterfelde betroffen waren. Nach Behördenangaben sind rund 45.000 Haushalte in Zehlendorf, Wannsee, Nikolassee und Lichterfelde betroffen.
🏛️ Einschätzungen aus dem politischen Raum Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sprach von „offenkundig Linksextremen“. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bestätigte Hinweise auf vorsätzliche Brandlegung. Innensenatorin Iris Spranger bekräftigte die Echtheit des Bekennerschreibens.
🛠️ Wiederherstellung und Notmaßnahmen Der Netzbetreiber rechnet mit einer vollständigen Wiederherstellung der Versorgung bis Donnerstagnachmittag; erste 7.000 Haushalte wurden bereits wieder angeschlossen. Der Bezirk Steglitz‑Zehlendorf richtete Notunterkünfte im Rathaus Zehlendorf und in der Sporthalle des Goethe‑Gymnasiums ein. Krankenhäuser arbeiten im Notbetrieb, Pflegeheime wurden teilweise evakuiert.
⚠️ Schröders Forderungen Schröder fordert Haus-zu-Haus-Kontrollen bereits „spätestens am Sonntag“ und, falls nötig, Unterstützung durch die Bundeswehr. Ohne rasche Hilfe drohten in Tagen anhaltender Kälte „Hundert[e] bis Tausende Todesopfer“.
🛡️ Lehren und Prioritäten Der Anschlag legt eine empfindliche Verwundbarkeit der Hauptstadt-Infrastruktur offen. In einer Lage, die Menschenleben gefährden kann, sind klare Zuständigkeiten, sichtbare Präsenz des Staates und pragmatische Hilfe wichtiger als politische Reflexe. Die Priorität muss auf Schutz kritischer Netze, schneller Versorgung der Schwächsten und belastbarer Notfallplanung liegen. Berlin steht in der Pflicht, Sicherheit und Resilienz spürbar zu erhöhen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer kritische Infrastruktur angreift, greift das Fundament unserer Ordnung an. Der Staat muss kompromisslos durchgreifen, Täter ermitteln und die Netze so härten, dass Nachahmer abgeschreckt werden. In einer Kältewelle zählen Schutz, Ordnung und Disziplin mehr als parteipolitische Rituale. Haus-zu-Haus-Kontrollen und im Bedarfsfall Unterstützung durch die Bundeswehr sind keine Tabus, sondern gebotene Verantwortung. Berlin braucht Führung, klare Zuständigkeiten und sichtbare Präsenz, nicht Beschwichtigungen.


