DAS NEUSTE

🗳️ Lausitz vor drei Landratsentscheidungen: Daten, Bewerber, Bedeutung

🗓️ Wahlserie und Termine Binnen weniger Wochen stehen in der Lausitz drei Landratswahlen an: Oberspreewald-Lausitz am 11. Januar 2026, Elbe-Elster am 15. Februar 2026 und Spree-Neiße am 8. März 2026. In Oberspreewald-Lausitz kandidiert Amtsinhaber Sigurd Heinze nicht erneut; erreicht dort im ersten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit, ist für den 25. Januar eine Stichwahl vorgesehen. Stand der Termine und Angaben ist der 3. Januar 2026.

🏛️ Region und Regeln Die Lausitz erstreckt sich über Brandenburg und Sachsen und folgt unterschiedlichen Amtszeiten: In Brandenburg dauert das Mandat eines Landrats acht Jahre, in Sachsen sieben. Das unterstreicht den Anspruch an Kontinuität und Verantwortlichkeit der Amtsführung, die über eine Wahlperiode hinweg kommunale Investitionen, Infrastruktur und Verwaltungspraxis prägt.

📍 Oberspreewald-Lausitz In Oberspreewald-Lausitz bewerben sich drei Kandidaten – zwei Männer und eine Frau – um die Nachfolge von Sigurd Heinze. Kommt im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit zustande, folgt am 25. Januar die Stichwahl. Die Abstimmung findet damit zu Jahresbeginn unter enger zeitlicher Taktung statt, was auf klare Mehrheitsverhältnisse zielt.

🗳️ Elbe-Elster In Elbe-Elster treten vier Bewerber an: Norbert Kleinwächter (AfD), der amtierende Landrat Christian Jaschinski (CDU), Christian Nürbchen (Listenvereinigung Die Linke–Grüne/B90) sowie der Einzelbewerber Marcel Schmidt. Gewählt ist, wer im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen und zugleich mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten erreicht. Kommt diese doppelte Hürde nicht zustande, findet am 1. März 2026 eine Stichwahl statt; bleibt auch dort die 15-Prozent-Schwelle unerreicht, entscheidet der Kreistag. Rund 85.000 Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

  • Norbert Kleinwächter (AfD)
  • Christian Jaschinski (CDU), amtierender Landrat
  • Christian Nürbchen (Listenvereinigung Die Linke–Grüne/B90)
  • Marcel Schmidt, Einzelbewerber

🏁 Spree-Neiße Der dritte Wahltermin am 8. März 2026 beschließt die Serie im Frühjahr. Die frühzeitige Festlegung der Daten verschafft Wählern, Parteien und Verwaltung Planungssicherheit und richtet den Fokus auf eine zügige Klärung der Führungsverantwortung in der Kreisverwaltung.

⚖️ Bedeutung und Ausblick Die gestaffelten Urnengänge sind mehr als Routine: Sie setzen für Jahre die Prioritäten der Kreise – von Haushaltsdisziplin über Daseinsvorsorge bis zur Standortpolitik. Ein konservativ-nüchterner Blick legt Wert auf klare Mandate und solide Legitimation. Gerade dort, wo formale Hürden wie die 15-Prozent-Schwelle gelten, bleibt eine hohe Wahlbeteiligung der Schlüssel für starke, handlungsfähige Verwaltungen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Wahlen sind ein Realitätscheck für kommunale Verantwortung und Verlässlichkeit. Wer führen will, braucht eindeutige Mehrheiten – nicht bloß rechnerische Zufälle. Die 15-Prozent-Schwelle ist kein Hindernis, sondern Ausdruck notwendiger demokratischer Verankerung. Niedrige Beteiligung schwächt die Verwaltung, fördert Symbolpolitik und erschwert entschlossene Entscheidungen. Es ist Zeit für klare Mandate, stabile Führung und Pragmatismus vor Parteitaktik.

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